Nährwertangaben
Portionen: 4 PortionKalorien:340kcalFett insgesamt:3gGesamte Kohlenhydrate:72gBallaststoffe: 7gEiweiß:5g
Der Duft von heißen Maroni aus dem Backrohr gehört für viele genauso zum Herbst wie buntes Laub und die ersten kalten Abende. Außen bekommen die Esskastanien beim Rösten eine leicht knusprige Schale, während das Innere weich, mehlig und angenehm süßlich wird.
Damit Maroni im Backrohr wirklich gut gelingen, ist zunächst das richtige Einschneiden entscheidend. Die Schale wird auf der gewölbten Seite mit einem scharfen Messer kreuzweise eingeschnitten. Dadurch kann beim Rösten entstehender Wasserdampf entweichen und die Schale lässt sich anschließend wesentlich leichter öffnen.
Vor dem Backen kannst du die Maroni außerdem etwa 15–20 Minuten in warmem Wasser einweichen. Dieser Schritt ist nicht zwingend notwendig, kann jedoch dabei helfen, dass die Schale etwas geschmeidiger wird. Gleichzeitig erkennst du gelegentlich verdorbene Exemplare leichter, wenn sie auffällig aussehen oder sich später beim Öffnen als trocken beziehungsweise verfärbt zeigen.
Anschließend kommen die Maroni auf ein Backblech und werden bei hoher Temperatur geröstet. Währenddessen öffnet sich die eingeschnittene Schale zunehmend. Die genaue Backzeit hängt von der Größe der Esskastanien ab, deshalb ist eine Garprobe sinnvoller als eine minutiös starre Vorgabe.
Besonders wichtig ist außerdem, die Maroni noch warm zu schälen. Sobald sie vollständig auskühlen, wird sowohl die äußere Schale als auch die dünne braune Innenhaut wieder schwieriger zu entfernen. Deshalb wickeln wir die frisch gerösteten Maroni nach dem Backen kurz in ein sauberes Geschirrtuch.
So bekommst du mit sehr wenig Aufwand genau jene heißen Maroni, die man im Herbst und zur Adventzeit von Weihnachts- und Christkindlmärkten kennt – nur eben direkt aus deinem eigenen Backrohr.
Sieh dir die Maroni einzeln an.
Sortiere Exemplare aus, die:
Wasche die Maroni gründlich unter fließendem Wasser.
Trockne sie anschließend leicht ab.
Lege jede Maroni mit der flachen Seite nach unten auf ein stabiles Schneidebrett.
Schneide die gewölbte Seite mit einem scharfen Messer kreuzweise ein.
Der Schnitt soll:
ohne die Maroni vollständig durchzuschneiden.
Gib die eingeschnittenen Maroni in eine große Schüssel.
Bedecke sie mit warmem Wasser.
Lass sie etwa 15–20 Minuten darin liegen.
Gieße das Wasser ab.
Trockne die Maroni kurz mit einem Küchentuch.
Sie müssen nicht vollständig trocken sein.
Heize das Backrohr auf 200 °C Ober-/Unterhitze vor.
Alternativ funktionieren etwa 180 °C Umluft.
Lege die Maroni mit der eingeschnittenen Seite nach oben auf ein Backblech.
Verteile sie möglichst in einer einzigen Lage.
Schiebe das Blech auf die mittlere Schiene.
Röste die Maroni zunächst etwa 20 Minuten.
Bewege oder wende die Maroni nach etwa 20 Minuten einmal vorsichtig.
Dadurch rösten sie etwas gleichmäßiger.
Backe die Maroni weitere 5–10 Minuten.
Je nach Größe können einzelne Exemplare etwas länger benötigen.
Eine Maroni ist fertig, wenn:
Nimm das Backblech aus dem Backrohr.
Gib die heißen Maroni sofort in ein sauberes Geschirrtuch.
Schlage das Tuch über die Maroni.
Lass sie darin etwa 5 Minuten ruhen.
Der verbleibende Dampf hilft dabei, Schale und Innenhaut leichter zu lösen.
Schäle die Maroni, solange sie noch warm sind.
Entferne:
Serviere die gerösteten Maroni möglichst heiß beziehungsweise warm.
Am besten schmecken sie direkt aus dem Tuch – genauso wie vom Maronistand.
Mahlzeit!
Portionen: 4 PortionKalorien:340kcalFett insgesamt:3gGesamte Kohlenhydrate:72gBallaststoffe: 7gEiweiß:5g
Tief genug einschneiden: Nur die Oberfläche anzuritzen reicht häufig nicht.
Nicht zu lange backen: Werden Maroni zu lange geröstet, trocknet das Fruchtfleisch aus.
Warm schälen: Das ist wahrscheinlich der wichtigste Trick überhaupt.
Nicht alle gleich behandeln: Sehr große Maroni brauchen gelegentlich einige Minuten länger als kleine.
Frische Ware kaufen: Schwere, feste und glänzende Maroni sind meist die bessere Wahl als bereits stark eingetrocknete Exemplare.
Nimm immer nur einige Maroni gleichzeitig aus dem warmen Geschirrtuch.
Schäle diese und decke den Rest wieder zu.
Dadurch bleiben die übrigen Maroni länger warm und die dünne Innenhaut lässt sich wesentlich leichter entfernen.
Bei 800 g erspart dir dieser kleine Trick erstaunlich viel Gefluche. 😂🌰
Heiße Maroni gehören in Österreich seit Generationen zum typischen Bild der kalten Jahreszeit.
Gerade im Herbst und Advent findet man Maronibrater beziehungsweise Maronistände an vielen belebten Plätzen und Weihnachtsmärkten.
Maroni unterscheiden sich deutlich von vielen anderen Nüssen beziehungsweise Schalenfrüchten.
Sie enthalten vergleichsweise viel:
Stärke und Wasser
und deutlich weniger Fett als beispielsweise Walnüsse.
Beim Erhitzen verändert sich die enthaltene Stärke. Gleichzeitig wird das Fruchtfleisch weich.
Dadurch entsteht die charakteristische leicht mehlige Konsistenz gerösteter Maroni.