Nährwertangaben
Portionen: 4 PortionKalorien:550kcalFett insgesamt:2gGesamte Kohlenhydrate:110gEiweiß:18g
Neapolitanischer Pizzateig bildet die Grundlage für eine der berühmtesten Pizzavarianten der Welt: die Pizza Napoletana. Charakteristisch sind ein dünner, weicher Boden und ein besonders luftiger, aufgegangener Rand – der sogenannte Cornicione. Für einen guten Teig brauchst du nur wenige Zutaten: Mehl, Wasser, Salz und eine kleine Menge Hefe. Entscheidend sind vielmehr die richtige Verarbeitung, ausreichend Zeit und eine hohe Backtemperatur.
Für dieses Rezept verwendest du vorzugsweise ein geeignetes italienisches Tipo-00-Pizzamehl. Zunächst löst du Salz im Wasser auf und arbeitest anschließend das Mehl sowie eine kleine Menge Hefe ein. Danach knetest du den Teig, bis er glatt und elastisch wird. Dadurch entwickelt sich ein stabiles Glutengerüst, das später die bei der Fermentation entstehenden Gase im Teig hält.
Besonders wichtig ist die lange Teigführung. Deshalb benötigt ein neapolitanischer Pizzateig nur sehr wenig Hefe. Statt den Teig möglichst schnell aufgehen zu lassen, gibst du ihm ausreichend Zeit zum Reifen. Dadurch entwickelt er ein deutlich komplexeres Aroma und lässt sich später besonders gut formen.
Auch beim Formen unterscheidet sich die neapolitanische Pizza von vielen anderen Varianten. Statt ein Nudelholz zu verwenden, drückst du den Teig vorsichtig mit den Fingerspitzen von der Mitte nach außen. Dabei lässt du den äußeren Rand möglichst unangetastet. So bleibt die darin enthaltene Luft erhalten und der typische Cornicione kann beim Backen stark aufgehen.
Traditionell bäckt eine neapolitanische Pizza nur sehr kurz bei extrem hoher Temperatur. Allerdings kannst du auch mit einem normalen Haushaltsbackofen sehr gute Ergebnisse erzielen. Ein gut vorgeheizter Pizzastein oder Pizzastahl hilft dabei enorm. Anschließend brauchst du nur noch Tomatensauce, Mozzarella und deine Lieblingszutaten – und schon hast du die Grundlage für deine eigene Pizza wie aus Italien.
Mit diesem Rezept kannst Du den wahren Geschmack Neapels in Deiner eigenen Küche erleben.
Also, schnapp Dir Deine Schürze und lass uns anfangen! Buon appetito!
Gib das Wasser in eine große Schüssel und löse das Salz vollständig darin auf.
Gib zunächst einen kleinen Teil des Mehls zum Wasser und verrühre alles zu einer dünnen Masse.
Löse die Hefe darin auf. Gib anschließend nach und nach das restliche Mehl hinzu.
Knete den Teig etwa 10–15 Minuten, bis er glatt, elastisch und geschmeidig ist.
Forme den Teig zu einer Kugel und decke ihn ab. Lass ihn anschließend zunächst bei Raumtemperatur ruhen.
Teile den Teig in vier Portionen von jeweils ungefähr 250–260 g und forme daraus straffe Teigkugeln.
Lege die Teiglinge mit ausreichend Abstand in eine verschließbare Pizza-Teigbox. Lass sie anschließend weiter reifen, bis sie sichtbar an Volumen gewonnen haben.
Für eine gut kontrollierbare Zubereitung zu Hause kannst du einen großen Teil der etwa 24-stündigen Reifezeit im Kühlschrank durchführen und die Teiglinge vor dem Backen mehrere Stunden bei Raumtemperatur akklimatisieren lassen.
Heize deinen Backofen samt Pizzastein oder Pizzastahl mindestens 45–60 Minuten auf der höchstmöglichen Temperatur vor.
Bestäube die Arbeitsfläche leicht mit Mehl und lege einen Teigling darauf.
Drücke den Teig mit den Fingerspitzen vorsichtig von der Mitte nach außen. Lass dabei einen etwa 1–2 cm breiten Rand stehen.
!! Verwende kein Nudelholz. Es würde die Luft aus dem Rand drücken !!
Belege den Teig sparsam und backe die Pizza anschließend möglichst heiß und kurz.
Portionen: 4 PortionKalorien:550kcalFett insgesamt:2gGesamte Kohlenhydrate:110gEiweiß:18g
Belege deine neapolitanische Pizza nicht zu üppig. Zu viel Tomatensauce, Käse oder anderer Belag gibt viel Feuchtigkeit ab. Dadurch braucht die Pizza länger zum Backen und der dünne Boden kann weich werden. Weniger ist bei einer Pizza Napoletana häufig tatsächlich mehr.
Wusstest du?
Die Kunst des neapolitanischen Pizzabäckers – „L'Arte del Pizzaiuolo Napoletano“ – gehört seit 2017 zum immateriellen Kulturerbe der UNESCO. Dabei geht es nicht nur um ein einzelnes Rezept, sondern um das über Generationen weitergegebene Wissen und Handwerk rund um die neapolitanische Pizza.
Die lange Teigführung beeinflusst Aroma, Struktur und Verarbeitung des Pizzateigs. Während der Teig ruht, arbeitet die Hefe langsam weiter. Gleichzeitig verändern enzymatische Prozesse Bestandteile des Mehls.
Deshalb benötigt ein lang geführter Pizzateig deutlich weniger Hefe als ein schneller Pizzateig. Temperatur und Zeit beeinflussen sich dabei gegenseitig: Je wärmer der Teig reift, desto schneller läuft die Fermentation ab.