Nährwertangaben
Portionen: 4 PortionKalorien:570kcalFett insgesamt:1.5gGesamte Kohlenhydrate:117gEiweiß:19g
Der Pizzateig mit Sauerteig ist ein Genuss, den du unbedingt probieren musst!
Pizzateig mit Sauerteig ist eine aromatische Alternative zum klassischen Pizzateig mit Hefe. Durch die lange Teigführung entwickelt der Teig einen intensiven Geschmack, eine luftige Struktur und einen wunderbar knusprigen Rand. Gleichzeitig benötigt das Rezept nur wenige Zutaten: Mehl, Wasser, Salz und einen aktiven Sauerteigstarter. Mit etwas Geduld kannst du damit zu Hause eine Pizza backen, die geschmacklich weit über einen schnell geführten Pizzateig hinausgeht.
Für einen guten Sauerteig-Pizzateig spielt vor allem die Zeit eine wichtige Rolle. Zunächst vermischst du Mehl und Wasser und lässt beide Zutaten kurz ruhen. Anschließend arbeitest du den aktiven Sauerteigstarter und das Salz ein. Während der folgenden Ruhezeit faltest du den Teig mehrmals. Dadurch entwickelt er eine stabile Struktur und kann später beim Backen einen lockeren Rand bilden.
Außerdem sorgt eine lange Reifezeit im Kühlschrank für ein besonders ausgeprägtes Aroma. Ideal sind etwa 24 Stunden, du kannst den Teig jedoch auch länger kalt führen. Danach portionierst du ihn und lässt die Teiglinge vor dem Backen wieder auf Temperatur kommen. So lässt sich der Pizzateig leichter formen und zieht sich weniger stark zusammen.
Beim Formen solltest du möglichst auf ein Nudelholz verzichten. Stattdessen drückst du den Teig vorsichtig mit den Fingern von der Mitte nach außen. Dabei lässt du am Rand etwas Luft im Teig. Dadurch entsteht beim Backen der typische aufgegangene Pizzarand.
Besonders gute Ergebnisse erzielst du bei möglichst hoher Backtemperatur. Deshalb solltest du deinen Backofen vollständig vorheizen und nach Möglichkeit einen Pizzastein oder Pizzastahl verwenden. Ob du den fertigen Teig anschließend klassisch mit Tomatensauce und Mozzarella belegst oder deine eigene Lieblingspizza kreierst, bleibt ganz dir überlassen.
Buon appetito!
Gib Mehl und etwa 350 ml Wasser in eine große Schüssel. Vermische beides, bis keine trockenen Mehlstellen mehr vorhanden sind. Lass den Teig anschließend etwa 30 Minuten ruhen.
Gib den Sauerteigstarter zum Teig und arbeite ihn gründlich ein.
Löse das Salz im restlichen Wasser auf und arbeite die Mischung nach und nach in den Teig ein. Falls du Olivenöl verwenden möchtest, fügst du es anschließend hinzu.
Lass den Teig zunächst etwa 30 Minuten ruhen. Ziehe anschließend eine Seite des Teiges vorsichtig nach oben und falte sie über die Mitte.
Wiederhole diesen Vorgang rundherum. Insgesamt kannst du den Teig während der ersten zwei Stunden etwa 3- bis 4-mal dehnen und falten.
Decke die Schüssel gut ab und stelle den Teig für etwa 18–24 Stunden in den Kühlschrank
Nimm den Teig aus dem Kühlschrank und teile ihn in vier Portionen. Forme daraus vorsichtig runde Teiglinge.
Lass die Teiglinge abgedeckt etwa 2–4 Stunden bei Raumtemperatur ruhen. Dadurch lassen sie sich später leichter formen.
Bestäube deine Arbeitsfläche leicht mit Mehl. Drücke den Teig anschließend mit den Fingerspitzen vorsichtig von innen nach außen.
Lass dabei einen etwa 1–2 cm breiten Rand stehen und verwende möglichst kein Nudelholz.
Belege die Pizza nach Wunsch und backe sie anschließend im vollständig vorgeheizten Backofen bei höchstmöglicher Temperatur.
Auf einem heißen Pizzastein oder Pizzastahl erhältst du einen besonders knusprigen Boden.
Portionen: 4 PortionKalorien:570kcalFett insgesamt:1.5gGesamte Kohlenhydrate:117gEiweiß:19g
Wirf Sauerteigreste beim Füttern deines Starters nicht automatisch weg. Je nach Aktivität und Rezept kannst du Sauerteigreste für Pizza, Fladenbrot, Cracker oder andere Backrezepte verwenden. So reduzierst du Lebensmittelverschwendung und bekommst gleichzeitig zusätzliches Aroma in den Teig.
Wusstest du?
Sauerteig gehört zu den ältesten Methoden, um Teig auf natürliche Weise zu lockern. Lange bevor Bäcker moderne Backhefe verwendeten, nutzten Menschen bereits natürlich vorkommende Hefen und Milchsäurebakterien für ihre Teige.
Ein Sauerteigstarter besteht im Wesentlichen aus Mehl und Wasser. Darin entwickelt sich mit der Zeit eine Gemeinschaft aus wilden Hefen und Milchsäurebakterien. Die Hefen unterstützen den Teig beim Aufgehen, während die Fermentation gleichzeitig charakteristische Aromen erzeugt.
Außerdem beeinflussen Temperatur, Reifezeit, Mehl und Wassermenge das Ergebnis. Deshalb kann sich ein Sauerteig-Pizzateig von Backtag zu Backtag etwas unterschiedlich verhalten – und genau das macht das Backen mit Sauerteig so interessant.