Nährwertangaben
Portionen: 12 PortionKalorien:460kcalFett insgesamt:23gGesamte Kohlenhydrate:58gBallaststoffe: 2.5gEiweiß:6g
Eine Sachertorte gehört zu den berühmtesten Mehlspeisen der Wiener Küche. Unter einer glatten dunklen Schokoladenglasur verbirgt sich dabei eine kräftige Schokoladentorte, die mit feiner Marillenmarmelade gefüllt und bestrichen wird. Dadurch entsteht der typische Gegensatz aus herber Schokolade und fruchtiger Süße.
Besonders wichtig ist zunächst die Schokoladenmasse. Dafür werden Butter und Staubzucker cremig gerührt, anschließend kommen die Dotter und geschmolzene dunkle Kuvertüre dazu. Währenddessen werden die Eiklar separat mit Kristallzucker aufgeschlagen. Der Eischnee sorgt später dafür, dass die Torte trotz der kräftigen Schokolade nicht unnötig kompakt wird.
Außerdem sollten Mehl und Eischnee nur vorsichtig untergehoben werden. Dadurch bleibt möglichst viel Luft in der Masse. Nach dem Backen muss die Torte vollständig auskühlen, bevor du sie horizontal durchschneidest.
Die Marillenmarmelade erwärmen wir kurz und streichen sie sowohl zwischen die beiden Tortenböden als auch außen auf die Torte. Dadurch bekommt jede Portion etwas Frucht, und gleichzeitig entsteht eine glatte Grundlage für die Glasur.
Für die typische Schokoladenglasur verwenden wir dunkle Kuvertüre und einen gekochten Zuckersirup. Dabei kommt es vor allem auf die richtige Temperatur und Konsistenz an. Ist die Glasur zu heiß, kann sie stumpf werden; ist sie dagegen zu dick, lässt sie sich nur schwer gleichmäßig verteilen. Auch Hotel Sacher weist bei seiner veröffentlichten Annäherung ausdrücklich darauf hin, dass die Glasur nicht zu heiß werden sollte.
Schließlich braucht die fertige Sachertorte etwas Geduld. Erst wenn die Glasur vollständig fest geworden ist, lässt sie sich sauber schneiden. Serviert wird sie klassisch mit ungesüßtem Schlagobers.
Heize das Backrohr auf 170 °C Ober-/Unterhitze vor.
Lege den Boden einer Springform mit Backpapier aus.
Fette anschließend den Rand dünn mit Butter ein und bestäube ihn mit etwas Mehl.
Hacke 130 g dunkle Kuvertüre grob.
Schmelze sie langsam über einem warmen Wasserbad.
Nimm sie anschließend vom Wasserbad und lass sie einige Minuten abkühlen.
Trenne die sechs Eier sorgfältig.
Gib die Dotter in eine kleine Schüssel und die Eiklar in eine fettfreie Rührschüssel.
Gib 150 g weiche Butter, 100 g Staubzucker und die Vanille in eine große Rührschüssel.
Schlage alles etwa 3–4 Minuten hell und cremig.
Rühre die sechs Eidotter einzeln unter die Buttermasse.
Gib das nächste Dotter jeweils erst dazu, wenn das vorherige gut eingearbeitet ist.
Rühre die lauwarme geschmolzene Kuvertüre langsam unter die Butter-Dotter-Masse.
Vermische alles nur so lange, bis eine gleichmäßige Schokoladenmasse entstanden ist.
Gib eine Prise Salz zu den Eiklar.
Schlage sie zunächst schaumig.
Lass anschließend die 100 g Kristallzucker langsam einrieseln und schlage weiter, bis ein stabiler, glänzender Eischnee entsteht.
Hebe zunächst etwa ein Drittel des Eischnees unter die Schokoladenmasse.
Dadurch wird die Masse etwas lockerer.
Hebe anschließend den restlichen Eischnee vorsichtig unter.
Siebe 140 g Mehl über die Masse.
Hebe es vorsichtig mit einem Teigspatel unter.
Fülle den Teig in die vorbereitete Springform.
Streiche die Oberfläche vorsichtig glatt.
Backe die Torte auf der mittleren Schiene etwa 55–60 Minuten bei 170 °C.
Öffne das Backrohr während der ersten 40 Minuten möglichst nicht.
Stecke gegen Ende der Backzeit ein Holzstäbchen in die Mitte der Torte.
Bleibt nur wenig feuchte Krume daran haften, ist die Torte fertig.
Nimm die Sachertorte aus dem Backrohr und löse vorsichtig den Rand der Springform.
Lass sie zunächst etwa 15 Minuten ruhen.
Stürze sie anschließend vorsichtig auf ein Kuchengitter und lass sie vollständig auskühlen.
Schneide die vollständig ausgekühlte Torte einmal waagrecht durch.
Am saubersten gelingt das mit einem langen Brotmesser oder Tortenschneider.
Erwärme 200 g Marillenmarmelade in einem kleinen Topf.
Rühre sie dabei glatt.
Falls die Marmelade sehr stückig ist, kannst du sie anschließend durch ein feines Sieb streichen.
Bestreiche die untere Tortenhälfte gleichmäßig mit einem Teil der warmen Marillenmarmelade.
Setze anschließend die obere Hälfte darauf.
Bestreiche nun auch die Oberseite und den Rand der gesamten Torte dünn mit warmer Marillenmarmelade.
Lass die Marmeladenschicht etwa 20–30 Minuten antrocknen.
Gib 200 g Kristallzucker und 125 ml Wasser in einen kleinen Topf.
Bringe die Mischung zum Kochen und lass sie etwa 5 Minuten kräftig kochen.
Nimm den Topf anschließend vom Herd.
Hacke 150 g dunkle Kuvertüre fein.
Gib sie portionsweise in den etwas abgekühlten Zuckersirup und rühre vorsichtig, bis eine glatte Glasur entsteht.
Lass etwas Glasur über einen Kochlöffel laufen.
Sie sollte diesen gleichmäßig und relativ dick überziehen.
Ist sie zu dick, gib wenige Tropfen warmes Wasser dazu.
Ist sie sehr dünn, lass sie kurz abkühlen.
Stelle die Torte auf ein Kuchengitter und platziere darunter ein Backblech oder Backpapier.
Gieße die Glasur in einem Zug über die Mitte der Torte.
Verteile sie anschließend rasch mit einer Palette über Oberfläche und Rand.
Lass die Sachertorte mindestens 2 Stunden bei Zimmertemperatur stehen.
Dadurch kann die Schokoladenglasur vollständig fest werden.
Schneide die Sachertorte mit einem scharfen Messer in 12 Stücke.
Serviere jedes Stück nach Wunsch mit einem Klecks ungesüßtem Schlagobers.
Mahlzeit!
Portionen: 12 PortionKalorien:460kcalFett insgesamt:23gGesamte Kohlenhydrate:58gBallaststoffe: 2.5gEiweiß:6g
Aprikotiere die Torte vollständig – also nicht nur zwischen den beiden Böden.
Die dünne Marillenmarmeladenschicht auf Oberseite und Rand sorgt nicht nur für Geschmack.
Außerdem gleicht sie kleine Unebenheiten aus und bildet eine hervorragende Grundlage für eine möglichst glatte Schokoladenglasur.
Wusstest du?
Die Geschichte der Sachertorte beginnt im Jahr 1832. Fürst Metternich verlangte damals ein besonderes Dessert für seine Gäste. Weil der Küchenchef krank war, übernahm der erst 16-jährige Franz Sacher die Aufgabe – und schuf damit den Vorläufer einer der bekanntesten Torten Österreichs.
Die Lockerung kommt hauptsächlich durch den aufgeschlagenen Eischnee.
Beim Backen dehnt sich die eingeschlossene Luft aus und hebt die Masse.
Deshalb ist es so wichtig, den Eischnee nicht kräftig unterzurühren, sondern vorsichtig unterzuheben.