Sachertorte – klassisch, saftig & schokoladig

Eine Sachertorte gehört zu den berühmtesten Mehlspeisen der Wiener Küche. Unter einer glatten dunklen Schokoladenglasur verbirgt sich dabei eine kräftige Schokoladentorte, die mit feiner Marillenmarmelade gefüllt und bestrichen wird. Dadurch entsteht der typische Gegensatz aus herber Schokolade und fruchtiger Süße.

Besonders wichtig ist zunächst die Schokoladenmasse. Dafür werden Butter und Staubzucker cremig gerührt, anschließend kommen die Dotter und geschmolzene dunkle Kuvertüre dazu. Währenddessen werden die Eiklar separat mit Kristallzucker aufgeschlagen. Der Eischnee sorgt später dafür, dass die Torte trotz der kräftigen Schokolade nicht unnötig kompakt wird.

Außerdem sollten Mehl und Eischnee nur vorsichtig untergehoben werden. Dadurch bleibt möglichst viel Luft in der Masse. Nach dem Backen muss die Torte vollständig auskühlen, bevor du sie horizontal durchschneidest.

Die Marillenmarmelade erwärmen wir kurz und streichen sie sowohl zwischen die beiden Tortenböden als auch außen auf die Torte. Dadurch bekommt jede Portion etwas Frucht, und gleichzeitig entsteht eine glatte Grundlage für die Glasur.

Für die typische Schokoladenglasur verwenden wir dunkle Kuvertüre und einen gekochten Zuckersirup. Dabei kommt es vor allem auf die richtige Temperatur und Konsistenz an. Ist die Glasur zu heiß, kann sie stumpf werden; ist sie dagegen zu dick, lässt sie sich nur schwer gleichmäßig verteilen. Auch Hotel Sacher weist bei seiner veröffentlichten Annäherung ausdrücklich darauf hin, dass die Glasur nicht zu heiß werden sollte.

Schließlich braucht die fertige Sachertorte etwas Geduld. Erst wenn die Glasur vollständig fest geworden ist, lässt sie sich sauber schneiden. Serviert wird sie klassisch mit ungesüßtem Schlagobers.

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Sachertorte

Zubereitungszeit 35 Min. Garzeit 3 Std Ruhezeit 90 Min. Gesamtzeit 5 Stunden 5 Min.
Schwierigkeit: Mittelschwer Portionen: 12 Kalorien: 460 kcal Beste Saison: Ganzjährig geeignet

Zutaten für eine 24 Springform

Cooking Mode Disabled

Für die Schokoladenmasse

Für die Füllung

Für die Schokoladenglasur

Außerdem

Zubereitung

  1. Backform vorbereiten

    Heize das Backrohr auf 170 °C Ober-/Unterhitze vor.

    Lege den Boden einer Springform mit Backpapier aus.

    Fette anschließend den Rand dünn mit Butter ein und bestäube ihn mit etwas Mehl.

  2. Kuvertüre schmelzen

    Hacke 130 g dunkle Kuvertüre grob.

    Schmelze sie langsam über einem warmen Wasserbad.

    Nimm sie anschließend vom Wasserbad und lass sie einige Minuten abkühlen.

    Die Schokolade soll flüssig, aber nicht mehr sehr heiß sein.
  3. Eier trennen

    Trenne die sechs Eier sorgfältig.

    Gib die Dotter in eine kleine Schüssel und die Eiklar in eine fettfreie Rührschüssel.

  4. Butter cremig schlagen

    Gib 150 g weiche Butter, 100 g Staubzucker und die Vanille in eine große Rührschüssel.

    Schlage alles etwa 3–4 Minuten hell und cremig.

  5. Dotter einarbeiten

    Rühre die sechs Eidotter einzeln unter die Buttermasse.

    Gib das nächste Dotter jeweils erst dazu, wenn das vorherige gut eingearbeitet ist.

  6. Schokolade hinzufügen

    Rühre die lauwarme geschmolzene Kuvertüre langsam unter die Butter-Dotter-Masse.

    Vermische alles nur so lange, bis eine gleichmäßige Schokoladenmasse entstanden ist.

  7. Eischnee schlagen

    Gib eine Prise Salz zu den Eiklar.

    Schlage sie zunächst schaumig.

    Lass anschließend die 100 g Kristallzucker langsam einrieseln und schlage weiter, bis ein stabiler, glänzender Eischnee entsteht.

  8. Eischnee unterheben

    Hebe zunächst etwa ein Drittel des Eischnees unter die Schokoladenmasse.

    Dadurch wird die Masse etwas lockerer.

    Hebe anschließend den restlichen Eischnee vorsichtig unter.

  9. Mehl hinzufügen

    Siebe 140 g Mehl über die Masse.

    Hebe es vorsichtig mit einem Teigspatel unter.

    Nicht kräftig rühren, damit möglichst viel Luft in der Masse bleibt.
  10. Masse einfüllen

    Fülle den Teig in die vorbereitete Springform.

    Streiche die Oberfläche vorsichtig glatt.

  11. Sachertorte backen

    Backe die Torte auf der mittleren Schiene etwa 55–60 Minuten bei 170 °C.

    Öffne das Backrohr während der ersten 40 Minuten möglichst nicht.

  12. Garprobe machen

    Stecke gegen Ende der Backzeit ein Holzstäbchen in die Mitte der Torte.

    Bleibt nur wenig feuchte Krume daran haften, ist die Torte fertig.

  13. Torte auskühlen lassen

    Nimm die Sachertorte aus dem Backrohr und löse vorsichtig den Rand der Springform.

    Lass sie zunächst etwa 15 Minuten ruhen.

    Stürze sie anschließend vorsichtig auf ein Kuchengitter und lass sie vollständig auskühlen.

  14. Torte durchschneiden

    Schneide die vollständig ausgekühlte Torte einmal waagrecht durch.

    Am saubersten gelingt das mit einem langen Brotmesser oder Tortenschneider.

  15. Marillenmarmelade erwärmen

    Erwärme 200 g Marillenmarmelade in einem kleinen Topf.

    Rühre sie dabei glatt.

    Falls die Marmelade sehr stückig ist, kannst du sie anschließend durch ein feines Sieb streichen.

  16. Torte füllen

    Bestreiche die untere Tortenhälfte gleichmäßig mit einem Teil der warmen Marillenmarmelade.

    Setze anschließend die obere Hälfte darauf.

  17. Sachertorte aprikotieren

    Bestreiche nun auch die Oberseite und den Rand der gesamten Torte dünn mit warmer Marillenmarmelade.

    Lass die Marmeladenschicht etwa 20–30 Minuten antrocknen.

  18. Zuckersirup kochen

    Gib 200 g Kristallzucker und 125 ml Wasser in einen kleinen Topf.

    Bringe die Mischung zum Kochen und lass sie etwa 5 Minuten kräftig kochen.

    Nimm den Topf anschließend vom Herd.

  19. Kuvertüre einarbeiten

    Hacke 150 g dunkle Kuvertüre fein.

    Gib sie portionsweise in den etwas abgekühlten Zuckersirup und rühre vorsichtig, bis eine glatte Glasur entsteht.

    Nicht unnötig stark schlagen, damit möglichst wenige Luftblasen entstehen.
  20. Konsistenz prüfen

    Lass etwas Glasur über einen Kochlöffel laufen.

    Sie sollte diesen gleichmäßig und relativ dick überziehen.

    Ist sie zu dick, gib wenige Tropfen warmes Wasser dazu.

    Ist sie sehr dünn, lass sie kurz abkühlen.

  21. Sachertorte glasieren

    Stelle die Torte auf ein Kuchengitter und platziere darunter ein Backblech oder Backpapier.

    Gieße die Glasur in einem Zug über die Mitte der Torte.

    Verteile sie anschließend rasch mit einer Palette über Oberfläche und Rand.

  22. Glasur fest werden lassen

    Lass die Sachertorte mindestens 2 Stunden bei Zimmertemperatur stehen.

    Dadurch kann die Schokoladenglasur vollständig fest werden.

  23. Servieren

    Schneide die Sachertorte mit einem scharfen Messer in 12 Stücke.

    Serviere jedes Stück nach Wunsch mit einem Klecks ungesüßtem Schlagobers.

    Mahlzeit!

Nährwertangaben

460kcal
Calories
6g
Protein
58g
Carbs
23g
Fat
2.5g
Fiber

Nährwertangaben

Portionen: 12 PortionKalorien:460kcalFett insgesamt:23gGesamte Kohlenhydrate:58gBallaststoffe: 2.5gEiweiß:6g

Anmerkung

Tipps für eine gute Sachertorte

  • Verwende gute dunkle Kuvertüre mit mindestens 55 % Kakao.
  • Butter und Eier sollten möglichst ähnliche Temperatur haben.
  • Schlage Butter und Zucker wirklich cremig.
  • Rühre die Dotter einzeln ein.
  • Lass die geschmolzene Schokolade etwas abkühlen.
  • Hebe Eischnee und Mehl vorsichtig unter.
  • Schneide die Torte erst vollständig ausgekühlt.
  • Erwärme die Marillenmarmelade vor dem Bestreichen.
  • Lass die Marmeladenschicht vor dem Glasieren etwas antrocknen.
  • Die Glasur darf nicht zu heiß sein.
  • Gieße die Glasur möglichst in einem Zug über die Torte.
  • Gib ihr ausreichend Zeit zum Festwerden.
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RezeptHeft-Tipp

Aprikotiere die Torte vollständig – also nicht nur zwischen den beiden Böden.

Die dünne Marillenmarmeladenschicht auf Oberseite und Rand sorgt nicht nur für Geschmack.

Außerdem gleicht sie kleine Unebenheiten aus und bildet eine hervorragende Grundlage für eine möglichst glatte Schokoladenglasur.


RezeptHeft-FunFact

Wusstest du?

Die Geschichte der Sachertorte beginnt im Jahr 1832. Fürst Metternich verlangte damals ein besonderes Dessert für seine Gäste. Weil der Küchenchef krank war, übernahm der erst 16-jährige Franz Sacher die Aufgabe – und schuf damit den Vorläufer einer der bekanntesten Torten Österreichs.


RezeptHeft-Wissen

Warum enthält klassische Sachertorte kein Backpulver?

Die Lockerung kommt hauptsächlich durch den aufgeschlagenen Eischnee.

Beim Backen dehnt sich die eingeschlossene Luft aus und hebt die Masse.

Deshalb ist es so wichtig, den Eischnee nicht kräftig unterzurühren, sondern vorsichtig unterzuheben.

Rezeptkarte von WP Delicious

häufig gestellte Fragen

Alle aufklappen:

Warum kommt Marillenmarmelade in die Sachertorte?

Die Marillenmarmelade erfüllt gleich mehrere Aufgaben.

Einerseits bringt sie eine fruchtige Säure, die hervorragend zur kräftigen Schokolade passt.

Andererseits sorgt die Marmelade für zusätzliche Saftigkeit.

Außerdem bildet die dünne Marmeladenschicht außen eine glattere Grundlage für die Schokoladenglasur.

Warum ist meine Sachertorte trocken?

Dafür gibt es meistens drei Ursachen:

Zu lange Backzeit

Bereits einige Minuten zu viel können bei einer Schokoladentorte einen deutlichen Unterschied machen.

Zu kleine Form

In einer kleineren Form wird die Torte höher und benötigt eine andere Garzeit.

Zu wenig Marmelade

Die Marillenschicht trägt ebenfalls zur Saftigkeit bei.

Deshalb würde ich die angegebenen 200 g nicht unnötig reduzieren.

Warum wird die Schokoladenglasur stumpf?

Häufig ist die Glasur zu heiß geworden.

Auch Hotel Sacher weist bei seiner Rezeptannäherung ausdrücklich darauf hin, die Glasur nicht zu stark zu erhitzen, da sie sonst beim Abkühlen stumpf statt glänzend werden kann.

Außerdem solltest du die fertige Glasur nicht minutenlang kräftig rühren, weil dabei Luftblasen entstehen können.

Wie schneidet man Sachertorte sauber?

in einfacher Trick:

Tauche ein langes, scharfes Messer kurz in heißes Wasser.

Trockne es anschließend ab und schneide ein Stück.

Wiederhole diesen Vorgang vor jedem weiteren Schnitt.

Dadurch bricht die feste Schokoladenglasur deutlich weniger.

Muss Schlagobers zur Sachertorte?

Natürlich kannst du sie pur essen.

Klassisch wird Sachertorte jedoch gerne mit ungesüßtem Schlagobers serviert.

Das hat auch geschmacklich Sinn: Die cremige, kaum süße Sahne bildet einen angenehmen Gegensatz zur kräftigen Schokolade und süßen Marmelade. Hotel Sacher empfiehlt ebenfalls ungesüßtes Schlagobers als Begleitung.

Kann man Sachertorte vorbereiten?

Ja – sogar sehr gut.

Ich würde sie eher am Vortag als unmittelbar vor dem Servieren zubereiten.

Dadurch:

  • kann die Glasur vollständig fest werden,
  • verbindet sich die Marmelade besser mit dem Kuchen,
  • und du hast am Serviertag keinen Stress.

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