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Anmerkung

Tipps für perfektes Wiener Saftgulasch

Viele Zwiebeln verwenden.
Sie bilden die Grundlage für den sämigen Saft.

Zwiebeln langsam rösten.
Zu hohe Hitze macht sie außen dunkel, bevor sie weich und süßlich werden.

Paprikapulver nur sehr kurz rösten.
Danach sofort ablöschen.

Nicht zu viel Wasser verwenden.
Das Fleisch soll schmoren und nicht kochen.

Wadschinken verwenden.
Dieses Stück besitzt genügend Bindegewebe für langes Schmoren und wird dabei wunderbar weich.

Geduld haben.
Nach zwei Stunden kann das Fleisch noch fest sein – nach drei Stunden plötzlich perfekt.

Am nächsten Tag nochmals aufwärmen.
Gulasch gehört zu den Gerichten, die durch eine Nacht Ruhe häufig gewinnen.

RezeptHeft-Tipp

Koche das Saftgulasch am besten einen Tag vor dem Servieren.

Nach einer Nacht im Kühlschrank schmeckt es oft noch runder und kräftiger.

Beim langsamen Wiedererwärmen kannst du außerdem die Konsistenz des Saftes ganz einfach mit etwas Wasser regulieren.

Das ist nicht nur bequem – auch die Wiener Rezepttradition empfiehlt Gulasch ausdrücklich für den zweiten Tag.


RezeptHeft-FunFact

Wusstest du?

Das Gulasch stammt ursprünglich aus Ungarn, entwickelte sich jedoch nach seiner Ankunft in Wien zu einer ganzen Familie eigener Gerichte.

Dazu gehören unter anderem:

Saftgulasch, Fiakergulasch, Esterházygulasch, Kalbsgulasch und Salongulasch.

Gerade das Saftgulasch zählt heute zu den besonders bekannten Wiener Varianten.


RezeptHeft-Wissen

Warum wird Wadschinken durch langes Schmoren weich?

Wadschinken enthält viel Kollagen und Bindegewebe.

Bei niedriger Temperatur und langer Garzeit wandelt sich ein Teil dieses Kollagens langsam in Gelatine um.

Dadurch verändert sich das Fleisch:

anfangs fest → später weich und saftig.

Deshalb ist bei einem Saftgulasch eine lange, sanfte Schmorzeit wesentlich sinnvoller als sehr hohe Hitze.