Nährwertangaben
Portionen: 4 PortionKalorien:540kcalFett insgesamt:30gGesamte Kohlenhydrate:8gBallaststoffe: 2gEiweiß:58g
Ein einfacher Schweinsbraten gehört zu den großen Klassikern der österreichischen Hausmannskost. Saftiges Schweinefleisch, Knoblauch, Kümmel und eine goldbraune, möglichst knusprige Schwarte – dazu Semmelknödel, Sauerkraut und kräftiger Bratensaft. Viel mehr braucht es für ein richtig gutes Sonntagsessen eigentlich nicht.
Für dieses Rezept verwenden wir wie im bestehenden RezeptHeft-Rezept ein Schweinskarree mit Schwarte. Das Fleisch wird mit einer einfachen Gewürzmischung aus Knoblauch, Paprikapulver, Pfeffer, Kümmel, Salz und wenig Öl eingerieben. Wenn du genügend Zeit hast, kannst du diesen Schritt bereits am Vorabend erledigen. Genau dieser Tipp war schon im ursprünglichen Rezept enthalten und ist weiterhin sinnvoll.
Ein wichtiger Bestandteil des Rezepts ist die Schwarte. Zunächst kommt sie für kurze Zeit nach unten in etwas Brühe. Dadurch wird sie weicher und lässt sich anschließend leichter einschneiden. Danach drehst du den Schweinsbraten um, sodass die Schwarte für die restliche Garzeit nach oben zeigt.
Zwiebel und Suppengrün kommen direkt in den Bräter und bilden zusammen mit dem austretenden Fleischsaft und der Brühe die Grundlage für einen aromatischen Natursaft. Während des Bratens kannst du das Fleisch und Gemüse immer wieder mit etwas Bratensaft benetzen – die Schwarte selbst lassen wir jedoch möglichst trocken, damit sie knusprig werden kann.
Zum Schluss erhöhen wir kurz die Temperatur. Dadurch bekommt die Schwarte ihren letzten Schub und wird schön goldbraun und kross.
Serviert mit Semmelknödel und Sauerkraut entsteht genau die Art von österreichischer Hausmannskost, bei der spätestens nach dem ersten Bissen klar ist: Manchmal sind die einfachen Klassiker einfach die besten.
Tupfe das Schweinskarree mit Küchenpapier trocken.
Kontrolliere die Schwarte und entferne gegebenenfalls kleine Knochen- oder Knorpelreste.
Presse die beiden Knoblauchzehen in eine kleine Schüssel.
Vermische sie mit Öl, Paprikapulver, Kümmel, Pfeffer und etwa 1 TL Salz.
Reibe vor allem die Fleischseiten gründlich mit der Gewürzmischung ein.
Die Schwarte solltest du möglichst wenig mit der öligen Mischung bestreichen.
Decke den Schweinsbraten ab und lass ihn mindestens 30 Minuten ziehen.
Heize den Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vor.
Gieße 200 ml Brühe in einen ausreichend großen Bräter.
Die Flüssigkeit sollte den Boden bedecken, aber das Fleisch später nicht vollständig umgeben.
Lege den Schweinsbraten mit der Schwarte nach unten in die Brühe.
Schiebe den Bräter auf die untere bis mittlere Schiene und gare das Fleisch 20 Minuten.
Nimm den Bräter vorsichtig aus dem Ofen und drehe den Schweinsbraten um.
Tupfe die Schwarte vorsichtig trocken.
Schneide sie mit einem sehr scharfen Messer rautenförmig ein.
Reibe die eingeschnittene Schwarte mit dem restlichen Salz ein.
Achte darauf, dass auch etwas Salz in die Einschnitte gelangt.
Schäle die Zwiebel und schneide sie grob.
Wasche und putze das Suppengrün und schneide es ebenfalls in grobe Stücke.
Verteile alles rund um den Schweinsbraten.
Stelle den Braten mit der Schwarte nach oben wieder in den Backofen.
Gare ihn bei 180 °C etwa 75–90 Minuten weiter.
Kontrolliere während des Garens regelmäßig die Flüssigkeit im Bräter.
Falls zu viel verdampft, gib etwas heiße Brühe oder Wasser dazu.
Prüfe das Fleisch gegen Ende der Garzeit.
Wenn du ein Bratenthermometer verwendest, kannst du dich bei einem Karree ungefähr an 70 °C Kerntemperatur orientieren; die tatsächliche gewünschte Garstufe und Dicke des Stückes spielen dabei ebenfalls eine Rolle.
Erhöhe die Temperatur auf etwa 220–230 °C Oberhitze beziehungsweise Grillfunktion.
Lass die Schwarte etwa 5–10 Minuten aufknuspern.
Nimm den Schweinsbraten aus dem Ofen und lass ihn etwa 10 Minuten ruhen.
Dadurch lässt er sich anschließend schöner aufschneiden.
Gieße etwas überschüssiges Fett aus dem Bräter ab, wenn nötig.
Drücke das weiche Gemüse nach Wunsch etwas in den Saft oder seihe den Bratensaft ab.
Schmecke ihn mit Salz und Pfeffer ab.
Schneide den Schweinsbraten in Scheiben und richte ihn mit Bratensaft an.
Besonders gut passen Semmelknödel und Sauerkraut dazu.
Mahlzeit!
Portionen: 4 PortionKalorien:540kcalFett insgesamt:30gGesamte Kohlenhydrate:8gBallaststoffe: 2gEiweiß:58g
Übergieße beim Braten ruhig Fleisch und Gemüse mit dem Bratensaft – aber lass die Schwarte in Ruhe.
Wenn du die Schwarte ständig nass machst, muss diese Feuchtigkeit am Ende erst wieder verdampfen.
Trocken halten + zum Schluss kräftige Oberhitze ist die bessere Kombination für eine knusprige Kruste.
Wusstest du?
Der beim Schweinsbraten entstehende kräftige Natursaft wird in Österreich gerne „Bratlsaft“ genannt.
Und das ausgekühlte Bratenfett muss keineswegs weggeworfen werden: Traditionell landet die sogenannte Bratlfett’n gerne auf Schwarzbrot. Auch klassische österreichische Schweinsbraten-Rezepte führen diese Resteverwertung als Tipp an.
Während des Garens verändert Hitze die Struktur des Fleisches und Flüssigkeit bewegt sich innerhalb des Stücks.
Schneidest du den Braten unmittelbar nach dem Herausnehmen an, tritt besonders viel Fleischsaft aus.
Eine kurze Ruhezeit von ungefähr 10 Minuten erleichtert das saubere Aufschneiden und hilft, dass mehr Flüssigkeit im Fleisch bleibt.