Ein super einfaches Rezept für einfachen Schweinsbraten

Einfacher Schweinsbraten – saftig mit knuspriger Kruste

Ein einfacher Schweinsbraten gehört zu den großen Klassikern der österreichischen Hausmannskost. Saftiges Schweinefleisch, Knoblauch, Kümmel und eine goldbraune, möglichst knusprige Schwarte – dazu Semmelknödel, Sauerkraut und kräftiger Bratensaft. Viel mehr braucht es für ein richtig gutes Sonntagsessen eigentlich nicht.

Für dieses Rezept verwenden wir wie im bestehenden RezeptHeft-Rezept ein Schweinskarree mit Schwarte. Das Fleisch wird mit einer einfachen Gewürzmischung aus Knoblauch, Paprikapulver, Pfeffer, Kümmel, Salz und wenig Öl eingerieben. Wenn du genügend Zeit hast, kannst du diesen Schritt bereits am Vorabend erledigen. Genau dieser Tipp war schon im ursprünglichen Rezept enthalten und ist weiterhin sinnvoll.

Ein wichtiger Bestandteil des Rezepts ist die Schwarte. Zunächst kommt sie für kurze Zeit nach unten in etwas Brühe. Dadurch wird sie weicher und lässt sich anschließend leichter einschneiden. Danach drehst du den Schweinsbraten um, sodass die Schwarte für die restliche Garzeit nach oben zeigt.

Zwiebel und Suppengrün kommen direkt in den Bräter und bilden zusammen mit dem austretenden Fleischsaft und der Brühe die Grundlage für einen aromatischen Natursaft. Während des Bratens kannst du das Fleisch und Gemüse immer wieder mit etwas Bratensaft benetzen – die Schwarte selbst lassen wir jedoch möglichst trocken, damit sie knusprig werden kann.

Zum Schluss erhöhen wir kurz die Temperatur. Dadurch bekommt die Schwarte ihren letzten Schub und wird schön goldbraun und kross.

Serviert mit Semmelknödel und Sauerkraut entsteht genau die Art von österreichischer Hausmannskost, bei der spätestens nach dem ersten Bissen klar ist: Manchmal sind die einfachen Klassiker einfach die besten.

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Einfacher Schweinsbraten

Zubereitungszeit 20 Min. Garzeit 110 Min. Ruhezeit 40 Min. Gesamtzeit 2 Stunden 50 Min.
Schwierigkeit: Anfänger Portionen: 4 Kalorien: 540 kcal Beste Saison: Ganzjährig geeignet

Zutaten für ca. 4 Portionen

Cooking Mode Disabled

Zutaten für das Schweinsbratengewürz

Zubereitung

  1. Fleisch vorbereiten

    Tupfe das Schweinskarree mit Küchenpapier trocken.

    Kontrolliere die Schwarte und entferne gegebenenfalls kleine Knochen- oder Knorpelreste.

  2. Gewürzmischung herstellen

    Presse die beiden Knoblauchzehen in eine kleine Schüssel.

    Vermische sie mit Öl, Paprikapulver, Kümmel, Pfeffer und etwa 1 TL Salz.

  3. Schweinsbraten würzen

    Reibe vor allem die Fleischseiten gründlich mit der Gewürzmischung ein.

    Die Schwarte solltest du möglichst wenig mit der öligen Mischung bestreichen.

  4. Fleisch marinieren

    Decke den Schweinsbraten ab und lass ihn mindestens 30 Minuten ziehen.

    Noch aromatischer wird er, wenn du ihn bereits am Vorabend würzt und über Nacht im Kühlschrank marinierst.
  5. Backofen vorheizen

    Heize den Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vor.

  6. Brühe einfüllen

    Gieße 200 ml Brühe in einen ausreichend großen Bräter.

    Die Flüssigkeit sollte den Boden bedecken, aber das Fleisch später nicht vollständig umgeben.

  7. Schwarte weich machen

    Lege den Schweinsbraten mit der Schwarte nach unten in die Brühe.

    Schiebe den Bräter auf die untere bis mittlere Schiene und gare das Fleisch 20 Minuten.

  8. Schwarte einschneiden

    Nimm den Bräter vorsichtig aus dem Ofen und drehe den Schweinsbraten um.

    Tupfe die Schwarte vorsichtig trocken.

    Schneide sie mit einem sehr scharfen Messer rautenförmig ein.

    Nur durch die Schwarte und Fettschicht schneiden – möglichst nicht tief ins Fleisch.
  9. Schwarte salzen

    Reibe die eingeschnittene Schwarte mit dem restlichen Salz ein.

    Achte darauf, dass auch etwas Salz in die Einschnitte gelangt.

  10. Gemüse hinzufügen

    Schäle die Zwiebel und schneide sie grob.

    Wasche und putze das Suppengrün und schneide es ebenfalls in grobe Stücke.

    Verteile alles rund um den Schweinsbraten.

  11. Schweinsbraten weitergaren

    Stelle den Braten mit der Schwarte nach oben wieder in den Backofen.

    Gare ihn bei 180 °C etwa 75–90 Minuten weiter.

  12. Bratensaft kontrollieren

    Kontrolliere während des Garens regelmäßig die Flüssigkeit im Bräter.

    Falls zu viel verdampft, gib etwas heiße Brühe oder Wasser dazu.

    Die Schwarte möglichst nicht übergießen.
  13. Garzustand prüfen

    Prüfe das Fleisch gegen Ende der Garzeit.

    Wenn du ein Bratenthermometer verwendest, kannst du dich bei einem Karree ungefähr an 70 °C Kerntemperatur orientieren; die tatsächliche gewünschte Garstufe und Dicke des Stückes spielen dabei ebenfalls eine Rolle.

  14. Kruste knusprig machen

    Erhöhe die Temperatur auf etwa 220–230 °C Oberhitze beziehungsweise Grillfunktion.

    Lass die Schwarte etwa 5–10 Minuten aufknuspern.

    Bleib unbedingt beim Backofen – zwischen goldbraun und verbrannt liegen hier manchmal nur wenige Minuten.
  15. Fleisch ruhen lassen

    Nimm den Schweinsbraten aus dem Ofen und lass ihn etwa 10 Minuten ruhen.

    Dadurch lässt er sich anschließend schöner aufschneiden.

  16. Bratensaft fertigstellen

    Gieße etwas überschüssiges Fett aus dem Bräter ab, wenn nötig.

    Drücke das weiche Gemüse nach Wunsch etwas in den Saft oder seihe den Bratensaft ab.

    Schmecke ihn mit Salz und Pfeffer ab.

  17. Servieren

    Schneide den Schweinsbraten in Scheiben und richte ihn mit Bratensaft an.

    Besonders gut passen Semmelknödel und Sauerkraut dazu.

    Mahlzeit!

Nährwertangaben

540kcal
Calories
58g
Protein
8g
Carbs
30g
Fat
2g
Fiber

Nährwertangaben

Portionen: 4 PortionKalorien:540kcalFett insgesamt:30gGesamte Kohlenhydrate:8gBallaststoffe: 2gEiweiß:58g

Anmerkung

Tipps für einen guten Schweinsbraten

  • Verwende Schweinskarree mit Schwarte.
  • Würze das Fleisch möglichst einige Stunden vorher.
  • Über Nacht marinieren bringt noch mehr Aroma.
  • Lass die Schwarte während der Hauptgarzeit oben.
  • Übergieße nicht ständig die Schwarte.
  • Schneide die Schwarte nur bis zur Fettschicht ein.
  • Kümmel und Knoblauch gehören für mich bei dieser österreichischen Variante unbedingt dazu.
  • Kontrolliere den Bratensaft – der Bräter darf nicht vollständig austrocknen.
  • Für eine knusprige Kruste am Ende kurz mit höherer Temperatur arbeiten.
  • Lass das Fleisch vor dem Anschneiden etwa 10 Minuten ruhen.
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RezeptHeft-Tipp

Übergieße beim Braten ruhig Fleisch und Gemüse mit dem Bratensaft – aber lass die Schwarte in Ruhe.

Wenn du die Schwarte ständig nass machst, muss diese Feuchtigkeit am Ende erst wieder verdampfen.

Trocken halten + zum Schluss kräftige Oberhitze ist die bessere Kombination für eine knusprige Kruste.

RezeptHeft-FunFact

Wusstest du?

Der beim Schweinsbraten entstehende kräftige Natursaft wird in Österreich gerne „Bratlsaft“ genannt.

Und das ausgekühlte Bratenfett muss keineswegs weggeworfen werden: Traditionell landet die sogenannte Bratlfett’n gerne auf Schwarzbrot. Auch klassische österreichische Schweinsbraten-Rezepte führen diese Resteverwertung als Tipp an.

RezeptHeft-Wissen

Warum sollte Schweinsbraten nach dem Backen ruhen?

Während des Garens verändert Hitze die Struktur des Fleisches und Flüssigkeit bewegt sich innerhalb des Stücks.

Schneidest du den Braten unmittelbar nach dem Herausnehmen an, tritt besonders viel Fleischsaft aus.

Eine kurze Ruhezeit von ungefähr 10 Minuten erleichtert das saubere Aufschneiden und hilft, dass mehr Flüssigkeit im Fleisch bleibt.

Rezeptkarte von WP Delicious

häufig gestellte Fragen

Alle aufklappen:

Welches Fleisch eignet sich für Schweinsbraten?

Schweinskarree:

  • relativ mager
  • schöne Scheiben
  • mit Schwarte sehr gut für Krustenbraten
  • sollte nicht unnötig lange gegart werden

Schweinsschopf:

  • stärker durchzogen
  • besonders saftig
  • verzeiht längere Garzeiten besser

Schweineschulter:

  • kräftiger Geschmack
  • sehr gut zum längeren Schmoren

Für dieses konkrete Rezept bleiben wir aber beim Karree.

Wie wird die Schwarte knusprig?

Vier Dinge helfen besonders:

1. Schwarte einschneiden
Dadurch kann Fett besser austreten.

2. Oberfläche trocken halten
Feuchtigkeit ist der Feind einer wirklich krossen Kruste.

3. Schwarte salzen
Salz unterstützt Geschmack und Oberfläche.

4. Zum Schluss höhere Hitze
Damit bekommt die Kruste ihren letzten Schub.

Kann man Schweinsbraten am Vortag würzen?

Ja – sogar sehr gut.

Reibe das Fleisch mit der Gewürzmischung ein, decke es ab und stelle es über Nacht in den Kühlschrank.

Nimm es am nächsten Tag rechtzeitig heraus, bevor du mit dem Braten beginnst.

Was passt zu Schweinsbraten?

Die österreichischen Klassiker sind:

Kann man Schweinsbraten wieder aufwärmen?

Ja.

Am besten gibst du die Fleischscheiben mit etwas Bratensaft in eine Auflaufform und erwärmst sie abgedeckt bei moderater Temperatur.

Die Kruste solltest du möglichst nicht vollständig im Saft liegen lassen – sonst wird sie weich.

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