Petersilie – Verwendung, Saison, Lagerung & Nährwerte

Petersilie

Steckbrief

Lateinischer Name: Petroselinum crispum
Familie: Doldenblütler (Apiaceae)
Herkunft: Balkanhalbinsel und Nordwestafrika; heute weltweit kultiviert
Verwendung: Suppen, Saucen, Kartoffelgerichte, Salate, Aufstriche, Fisch, Fleisch, Gemüse und zum Garnieren

Botanisch gehört Petersilie zur Familie der Doldenblütler. Kew führt Petroselinum crispum als akzeptierte Art und nennt die Balkanhalbinsel sowie Nordwestafrika als ursprüngliches Verbreitungsgebiet.

Petersilie – eines der vielseitigsten Küchenkräuter

Petersilie gehört zu den bekanntesten und vielseitigsten Küchenkräutern überhaupt. Ob Petersilienkartoffeln, Suppe, Kräuterbutter, Fisch, Fleisch oder Salat – das frische Grün bringt mit wenig Aufwand einen würzigen und gleichzeitig frischen Geschmack ins Gericht. Besonders in der österreichischen Küche begegnet dir Petersilie ständig: in Suppen, Semmelknödeln, Eierspeisen, Erdäpfelgerichten oder als Teil des klassischen Suppengrüns. Auch das österreichische Gesundheitsportal zählt Petersilienerdäpfel und Semmelknödel zu den typischen Anwendungen.

Grundsätzlich unterscheiden wir vor allem zwischen glatter und krauser Petersilie. Beide gehören zur Blattpetersilie und können in der Küche ähnlich verwendet werden. Geschmacklich gibt es jedoch einen Unterschied: Glatte Petersilie enthält mehr ätherische Öle und schmeckt deshalb meist etwas kräftiger und aromatischer. Krause Petersilie ist milder und wird wegen ihrer dekorativen Blattform besonders gerne zum Garnieren verwendet.

Ein entscheidender Punkt bei der Zubereitung ist die Hitze. Petersilie verliert beim längeren Erhitzen deutlich an Aroma und Farbe. Gib frische Petersilie deshalb bei warmen Gerichten möglichst erst gegen Ende der Garzeit dazu oder streue sie unmittelbar vor dem Servieren über das fertige Essen. Genau das machen wir beispielsweise bei unseren Petersilienkartoffeln.

Frische Petersilie lässt sich außerdem wesentlich vielseitiger verwenden als nur als Dekoration. Sie passt in Salate, Kräuteraufstriche, Pesto, Marinaden und Dips und harmoniert unter anderem mit Knoblauch, Zitrone, Schnittlauch, Dill, Thymian und Majoran. In Gerichten wie Taboulé spielt sie sogar eine Hauptrolle.

Dank ihres kräftigen Aromas kannst du mit Petersilie außerdem Speisen würzen, ohne automatisch mehr Salz verwenden zu müssen. Wichtig ist vor allem, die Kräuter frisch zu verarbeiten und nicht unnötig lange zu erhitzen.

Passende Rezepte mit Petersilie

Passende Rezepte mit Petersilie:

Wann hat Petersilie Saison?

Frische Petersilie bekommst du im Handel praktisch ganzjährig – als Bundware, abgepackt, tiefgekühlt oder als Topfpflanze.

Im eigenen Garten kannst du Petersilie bereits früh im Jahr anbauen. Das österreichische Gesundheitsportal nennt eine Aussaat ab März und beschreibt die Pflanze als frostunempfindlich. Sie bevorzugt einen feuchten, eher halbschattigen Standort.

Petersilie richtig einkaufen

Frische Petersilie erkennst du vor allem an den Blättern.

Achte darauf, dass sie:

  • kräftig grün aussieht,
  • keine gelben oder vertrockneten Blätter hat,
  • frisch und fest wirkt,
  • intensiv und angenehm aromatisch riecht.

Bei Bundware sollten die Stängel ebenfalls frisch aussehen und nicht schleimig oder stark ausgetrocknet sein. Das BZfE empfiehlt bei Küchenkräutern ebenfalls kräftig grüne Blätter ohne trockene oder gelbe Stellen

Glatte oder krause Petersilie kaufen?

Für das eigentliche Kochen und Würzen würde ich meistens glatte Petersilie bevorzugen.

Sie besitzt ein intensiveres Aroma.

Krause Petersilie eignet sich besonders gut, wenn dir zusätzlich die dekorative Optik wichtig ist.

Petersilie richtig lagern

Frische Schnittpetersilie solltest du relativ schnell verbrauchen.

Am besten:

Petersilie leicht feucht in ein Tuch wickeln und ins Gemüsefach des Kühlschranks legen.

Alternativ kannst du sie nach dem Waschen noch leicht feucht in einer geeigneten Box aufbewahren. So bleiben frische Kräuter einige Tage verwendbar.

Petersilie einfrieren

Petersilie lässt sich sehr gut einfrieren.

Dafür:

  1. Petersilie waschen.
  2. Gut trocknen.
  3. Blätter von gröberen Stielen entfernen.
  4. Fein hacken.
  5. Portionsweise einfrieren.

Sehr praktisch ist auch die Eiswürfelmethode: Gehackte Kräuter mit etwas Wasser in einen Eiswürfelbehälter geben und einfrieren.

Petersilie vorbereiten

Wasche Petersilie am besten erst kurz vor der Verwendung.

Danach:

  • vorsichtig trocken schütteln oder tupfen,
  • gröbere Stängel entfernen,
  • Blätter bündeln,
  • mit einem großen scharfen Messer schneiden oder hacken.

Ein scharfes Messer ist besser als langes Quetschen oder Hacken mit einer stumpfen Klinge.

Petersilie richtig verwenden

Petersilie passt sowohl zur kalten als auch zur warmen Küche.

Besonders gut eignet sie sich für:

Kartoffeln: Petersilienkartoffeln, Kartoffelsuppe
Suppen: klare Suppen, Cremesuppen, Eintöpfe
Pasta: Aglio e Olio und Kräuterpasta
Fisch: gebratener oder gedämpfter Fisch
Fleisch: Schnitzel, Braten und Faschiertes
Salate: Kartoffel-, Gemüse- und Getreidesalate
Aufstriche: Kräuterbutter, Topfenaufstriche und Dips
Eierspeisen: Rührei, Omelett und Eiernockerl

Wichtig bei warmen Gerichten

Petersilie sollte nicht unnötig lange mitkochen.

Gib sie am besten:

kurz vor Ende der Garzeit oder
erst unmittelbar vor dem Servieren dazu.

Dadurch bleiben Farbe und Aroma besser erhalten.

Nährwerte von Petersilie

Das österreichische Gesundheitsportal nennt für 100 g rohe Petersilie ungefähr folgende Werte:

Nährwertpro 100 g
🔥 Energieca. 50 kcal
🥩 Eiweißca. 4,4 g
🥖 Kohlenhydrateca. 7,4 g
🧈 Fettca. 0,4 g
🌾 Ballaststoffeca. 4,3 g
🍌 Kaliumca. 811 mg
🦴 Kalziumca. 179 mg
🍊 Vitamin Cca. 159 mg

Zusätzlich liefert Petersilie unter anderem Carotinoide, Folsäure, Vitamin E, Magnesium und Eisen

100 g Petersilie sind eine sehr große Menge.

Bei einem normalen Gericht verwendest du häufig nur einige Gramm. Die hohen Werte pro 100 g sind deshalb interessant für den Vergleich, sollten aber nicht den Eindruck erwecken, dass ein bisschen Petersilie auf den Kartoffeln bereits riesige Mengen dieser Nährstoffe liefert.

Petersilie und Gesundheit

Petersilie ist ein kalorienarmes Würzkraut und liefert verschiedene Vitamine, Mineralstoffe und Pflanzeninhaltsstoffe. Petersilie trägt als frisches Küchenkraut zu einer abwechslungsreichen Ernährung bei und liefert verschiedene Mikronährstoffe. Da üblicherweise nur kleine Mengen verwendet werden, sollte man die Nährstoffangaben pro 100 g jedoch realistisch einordnen.

Glatte oder krause Petersilie – was ist besser?

Beide Varianten kannst du verwenden.

Glatte Petersilie

  • kräftigeres Aroma
  • enthält mehr ätherische Öle
  • ideal zum Würzen
  • sehr gut für Pasta, Fisch, Salate und Kartoffelgerichte

Krause Petersilie

  • etwas milder
  • dekorative Blattform
  • gut zum Garnieren
  • funktioniert ebenfalls zum Würzen

Geschmacklich würde ich für die meisten Rezepte glatte Petersilie bevorzugen. Das österreichische Gesundheitsportal bestätigt ebenfalls, dass glattblättrige Petersilie aromatischer ist.

Qualität erkennen

Gute frische Petersilie besitzt:

–> kräftig grüne Blätter
–> feste Stängel
–> einen intensiven frischen Duft
–> keine gelben Stellen
–> keine schleimigen Blätter
–> keine stark vertrockneten Schnittflächen

Lässt die Petersilie bereits stark die Blätter hängen, verliert sie meist auch zunehmend Aroma.

RezeptHeft-Tipp

Hacke Petersilie nicht schon Stunden vor dem Kochen.

Wasche und schneide sie möglichst kurz vor der Verwendung und gib sie bei warmen Gerichten erst ganz zum Schluss dazu.

Dadurch bleibt nicht nur das Aroma kräftiger – auch die schöne grüne Farbe bleibt besser erhalten.

Und wenn du zu viel Petersilie gekauft hast: klein hacken und portionsweise einfrieren. So musst du nichts wegwerfen.

RezeptHeft-FunFact

Wusstest du?

Petersilie ist botanisch zweijährig.

Im ersten Jahr bildet sie hauptsächlich ihre Blätter. Erst im zweiten Jahr entstehen die Blütenstände – dann kann die Pflanze laut österreichischem Gesundheitsportal sogar bis zu etwa einen Meter hoch werden.

Die kleine Petersilie aus dem Supermarkt kann also deutlich größer werden, als man zunächst vermuten würde. 😄🌿

RezeptHeft-Wissen: Petersilie und Petersilienwurzel

Blattpetersilie und Petersilienwurzel sind eng miteinander verwandt, aber in der Küche verwenden wir unterschiedliche Pflanzenteile.

Bei der Blattpetersilie stehen die aromatischen Blätter im Mittelpunkt.

Bei der Wurzelpetersilie wird dagegen vor allem die kräftige helle Wurzel als Gemüse und Suppenzutat verwendet. Auch ihre Blätter sind essbar und können ähnlich wie Blattpetersilie eingesetzt werden. Das österreichische Gesundheitsportal beschreibt beide als eng verwandte Formen.

Häufige Fragen zu Petersilie

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