Kürbisrisotto

Kürbisrisotto

Portionen: 4 Gesamtzeit: 45 Min. Schwierigkeit: Mittelschwer N nussfrei V Vegetarisch
Kalorien: 520 kcal Eiweiß: 13g Fette: 18g Ballaststoffe: 5g

Kürbisrisotto – cremig, einfach & italienisch

Ein cremiges Kürbisrisotto ist für mich eines dieser Gerichte, bei denen man sofort merkt, dass der Herbst begonnen hat. Der leicht süßliche Kürbis verbindet sich dabei mit cremigem Risottoreis, kräftigem Parmesan und Butter zu einem wunderbar sämigen Gericht.

Für unser Rezept verwenden wir Hokkaido-Kürbis. Er hat einen angenehm kräftigen Geschmack und besitzt außerdem einen großen praktischen Vorteil: Seine dünne Schale kann mitgegessen werden. Dadurch sparst du dir das mühsame Schälen und kannst den Kürbis nach dem Entfernen der Kerne direkt in kleine Würfel schneiden.

Besonders wichtig ist beim Risotto allerdings nicht nur der Kürbis, sondern auch der richtige Reis. Carnaroli oder Arborio enthalten ausreichend Stärke und können während des Garens viel Flüssigkeit aufnehmen. Gleichzeitig behalten die Körner im Inneren etwas Biss.

Zunächst werden Zwiebel und Kürbis langsam angeschwitzt. Anschließend kommt der Reis dazu und wird kurz mitgeröstet. Dadurch entwickelt er ein leicht nussiges Aroma. Nach dem Ablöschen mit trockenem Weißwein wird die heiße Gemüsebrühe nach und nach eingerührt.

Genau dabei entsteht die typische cremige Konsistenz. Ein gutes Risotto wird nämlich nicht einfach mit der gesamten Brühe aufgefüllt und anschließend vergessen. Stattdessen gibst du immer wieder etwas Flüssigkeit dazu und rührst regelmäßig um. Dadurch löst sich Stärke aus den Reiskörnern und verbindet sich mit der Brühe.

Während der Garzeit wird ein Teil des Kürbisses sehr weich und zerfällt beinahe von selbst. Einige Stücke bleiben dagegen sichtbar. So bekommen wir gleichzeitig eine cremige Konsistenz und schöne Kürbisstücke im fertigen Gericht.

Zum Schluss kommt die sogenannte Mantecatura: Das Risotto wird vom Herd genommen und mit kalter Butter sowie frisch geriebenem Parmigiano Reggiano cremig gerührt. Anschließend sollte es noch ein bis zwei Minuten ruhen.

Das Ergebnis ist ein herbstliches Risotto alla zucca, das ohne Fleisch auskommt und trotzdem wunderbar herzhaft schmeckt.

Buon appetito!

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Kürbisrisotto

Zubereitungszeit 15 Min. Garzeit 30 Min. Gesamtzeit 45 Min.
Schwierigkeit: Mittelschwer Portionen: 4 Kalorien: 520 kcal Beste Saison: September, Oktober, November, Dezember

Zutaten für 4 Portionen

Cooking Mode Disabled

Optional zum Servieren

Zubereitung

  1. Gemüsebrühe erhitzen

    Gib die Gemüsebrühe in einen kleinen Topf.

    Erhitze sie und halte sie während der gesamten Risotto-Zubereitung heiß.

    Kalte Brühe würde den Garprozess jedes Mal stark abbremsen.
  2. Kürbis vorbereiten

    Wasche den Hokkaido gründlich.

    Halbiere ihn und entferne Kerne sowie faseriges Inneres mit einem Esslöffel.

  3. Kürbis würfeln

    Schneide 500 g Kürbis in ungefähr 1–1,5 cm große Würfel.

    Die Schale des Hokkaido kannst du mitverwenden.

  4. Zwiebel schneiden

    Schäle die Zwiebel.

    Hacke sie möglichst fein.

  5. Zwiebel anschwitzen

    Erhitze 1 EL Olivenöl in einem großen Topf oder einer tiefen Pfanne.

    Gib die Zwiebel dazu und dünste sie bei mittlerer Hitze etwa 2–3 Minuten glasig.

    Sie soll dabei möglichst wenig Farbe bekommen.

  6. Kürbis hinzufügen

    Gib die Kürbiswürfel zur Zwiebel.

    Brate sie etwa 5 Minuten unter gelegentlichem Rühren mit.

  7. Reis dazugeben

    Gib 320 g Risottoreis in den Topf.

    Röste ihn unter ständigem Rühren etwa 1–2 Minuten.

    Die Reiskörner sollten außen leicht glasig werden.

  8. Mit Weißwein ablöschen

    Gieße 100 ml trockenen Weißwein dazu.

    Rühre weiter, bis der Wein nahezu vollständig aufgenommen beziehungsweise verdampft ist.

  9. Erste Brühe hinzufügen

    Gib nun etwa eine Suppenkelle heiße Gemüsebrühe dazu.

    Rühre das Risotto regelmäßig.

  10. Risotto weitergaren

    Sobald die Flüssigkeit weitgehend aufgenommen ist, gibst du die nächste Kelle Brühe dazu.

    Wiederhole diesen Vorgang nach und nach.

    Die Flüssigkeit nicht komplett verdampfen lassen, bevor du nachgießt.
  11. Kürbis teilweise zerdrücken

    Nach ungefähr 10–12 Minuten sollte ein Teil der Kürbisstücke bereits weich sein.

    Zerdrücke einige davon mit dem Kochlöffel am Topfrand.

    Dadurch verteilt sich der Kürbis im Risotto und macht es zusätzlich cremig.

    Lass jedoch bewusst einige Stücke ganz.

  12. Risotto fertig garen

    Gare das Risotto insgesamt etwa 17–20 Minuten.

    Die genaue Zeit hängt von der verwendeten Reissorte ab.

    Der Reis soll:

    außen cremig, innen aber noch leicht bissfest sein.

  13. Konsistenz prüfen

    Das fertige Risotto darf keinesfalls trocken und kompakt sein.

    Wenn du den Topf leicht bewegst, sollte sich das Risotto wellenförmig ausbreiten.

    In Italien wird diese Konsistenz häufig als all'onda bezeichnet.

  14. Vom Herd nehmen

    Nimm den Topf vom Herd.

    Jetzt beginnt die wichtige Mantecatura.

  15. Butter einarbeiten

    Gib 50 g kalte Butter zum Risotto.

    Rühre sie kräftig unter.

  16. Parmesan hinzufügen

    Gib 60 g frisch geriebenen Parmigiano Reggiano dazu.

    Rühre erneut kräftig, bis das Risotto besonders cremig wird.

  17. Würzen

    Schmecke mit Muskatnuss, Salz und frisch gemahlenem Pfeffer ab.

    Mit Salz zunächst vorsichtig sein, da sowohl Gemüsebrühe als auch Parmesan bereits salzig sind.

  18. Ruhen lassen

    Decke den Topf ab und lass das Kürbisrisotto etwa 1–2 Minuten ruhen.

    Nicht länger – Risotto sollte frisch serviert werden.

  19. Servieren

    Verteile das Kürbisrisotto auf vorgewärmte tiefe Teller.

    Bestreue es nach Wunsch mit etwas zusätzlichem Parmigiano.

    Wer möchte, kann außerdem einige gebratene Kürbiswürfel oder knusprigen Salbei daraufgeben.

    Buon appetito!

Nährwertangaben

520kcal
Calories
13g
Protein
72g
Carbs
18g
Fat
5g
Fiber

Nährwertangaben

Portionen: 4 PortionKalorien:520kcalFett insgesamt:18gGesamte Kohlenhydrate:72gBallaststoffe: 5gEiweiß:13g

Anmerkung

Tipps für perfektes Kürbisrisotto

Risottoreis nicht waschen.
Die Stärke auf der Oberfläche hilft uns dabei, die typische Cremigkeit zu erreichen.

Brühe heiß halten.
Dadurch bleibt die Temperatur im Risottotopf konstant.

Nicht die komplette Brühe auf einmal hineingießen.

Regelmäßig, aber nicht hektisch rühren.

Kürbis teilweise zerdrücken.
Dadurch wird das Risotto besonders cremig.

Butter und Parmesan erst nach dem Kochen hinzufügen.

Risotto sofort servieren.
Es wird beim Stehen immer fester.

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RezeptHeft-Tipp

Zerdrücke während des Garens nur einen Teil der Kürbiswürfel.

Der zerdrückte Kürbis verbindet sich mit der Reisstärke und macht das Risotto herrlich cremig.

Die übrigen Stücke sorgen dagegen dafür, dass man den Kürbis auch optisch und beim Essen noch wahrnimmt.

So bekommen wir das Beste aus beiden Varianten.


RezeptHeft-FunFact

Wusstest du?

Die Gegend rund um Mantua ist sowohl für Kürbis als auch für Reis bekannt.

Kürbis bildet dort die Grundlage mehrerer regionaler Spezialitäten, darunter Tortelli, Gnocchi und Risottogerichte. Gleichzeitig gehört insbesondere Vialone Nano seit Jahrzehnten zur traditionellen Reisproduktion der Gegend.


RezeptHeft-Wissen

Warum wird Risotto cremig, obwohl kein Obers hineinkommt?

Dafür ist vor allem Stärke verantwortlich.

Während der Reis in der heißen Brühe gegart und bewegt wird, löst sich Stärke von der Oberfläche der Reiskörner.

Diese verbindet sich mit:

  • Brühe
  • Butter
  • Parmigiano
  • und in unserem Fall zusätzlich dem weichen Kürbis.

Dadurch entsteht die charakteristische cremige Konsistenz.

--> Obers brauchen wir dafür überhaupt nicht. <--

Rezeptkarte von WP Delicious

häufig gestellte Fragen

Alle aufklappen:

Welcher Reis eignet sich für Kürbisrisotto?

Meine erste Wahl wäre:

Carnaroli

Carnaroli bleibt relativ bissfest und verzeiht bei der Zubereitung etwas mehr.

Sehr gut funktioniert außerdem:

Arborio

Er ist leichter erhältlich und ergibt ebenfalls ein cremiges Risotto.

In der Gegend um Mantua spielt zudem Vialone Nano traditionell eine wichtige Rolle in der regionalen Reiskultur.

Welcher Kürbis eignet sich für Risotto?

Hokkaido

Er ist:

aromatisch,
unkompliziert,
leicht erhältlich,
und muss normalerweise nicht geschält werden.

Hokkaido

Er ist:

  • aromatisch,
  • unkompliziert,
  • leicht erhältlich,
  • und muss normalerweise nicht geschält werden.

Sehr gut funktionieren außerdem:

  • Butternut
  • Muskatkürbis
  • Mantovana
  • Marina di Chioggia

Gerade Kürbissorten mit dichtem, wenig faserigem Fruchtfleisch eignen sich besonders gut für Risotto.

Muss man Hokkaido für Risotto schälen?

Nein.

Die dünne Schale wird beim Garen weich und kann problemlos mitgegessen werden.

Wasche den Kürbis deshalb gründlich, bevor du ihn aufschneidest.

Warum wird mein Risotto nicht cremig?

Häufig liegt es an einem dieser Punkte:

falsche Reissorte,
zu wenig Bewegung,
Brühe auf einmal hineingegeben,
oder Mantecatura ausgelassen.

Besonders Butter und Parmesan am Schluss machen einen großen Unterschied.

--> Trotzdem gehört kein Obers in unser Grundrezept. <--

Die Cremigkeit entsteht durch Reisstärke, Kürbis, Butter und Parmigiano.

Warum sollte Risottoreis nicht gewaschen werden?

Beim Waschen würdest du einen Teil der Stärke von der Oberfläche entfernen.

Genau diese Stärke hilft uns allerdings später dabei, Flüssigkeit und Fett zu einer cremigen Konsistenz zu verbinden.

Deshalb:

Risottoreis direkt aus der Packung in den Topf.

Was bedeutet Mantecatura?

Die Mantecatura ist der letzte Schritt eines Risottos.

Dabei wird der Topf vom Herd genommen und das Risotto mit:

Butter + Käse

kräftig verrührt.

Dadurch entsteht die besonders cremige und glänzende Konsistenz.

Kann man Kürbisrisotto aufwärmen?

Technisch ja – aber frisch schmeckt es deutlich besser.

Risottoreis zieht beim Abkühlen weiter Flüssigkeit auf. Dadurch verliert das Gericht seine typische fließende Konsistenz.

Falls etwas übrig bleibt, kannst du daraus am nächsten Tag hervorragend:

Risottobällchen oder kleine Reispuffer

machen.

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