Eine leckere Resteverwertung, wenn du Fleisch vom Wochenende übrig hast.

Eine Sülze vom Tafelspitz mit Kürbiskernöl – Feinwürziger Genuss mit österreichischer Tradition

Sülze vom Tafelspitz mit Kürbiskernöl

Eine Sülze vom Tafelspitz mit Kürbiskernöl verbindet gleich mehrere Klassiker der österreichischen Küche. Zarter gekochter Tafelspitz wird mit knackigem Gemüse, Gewürzgurken und Kapern in einer würzigen Fleischbrühe mit Gelatine gebunden. Dazu kommt eine kräftige Vinaigrette mit steirischem Kürbiskernöl, Schalotte und frischen Kräutern.

Das Rezept eignet sich hervorragend, wenn vom Tafelspitz etwas Fleisch übrig geblieben ist. Statt daraus einfach ein kaltes Fleischgericht zu machen, verwandelst du die Reste in eine elegante Tafelspitzsülze, die sich sowohl als Vorspeise als auch als kalte Hauptspeise oder Teil einer österreichischen Jause servieren lässt.

Zunächst schneidest du den bereits gekochten Tafelspitz in kleine Würfel. Lauch, Sellerie, Karotte und Zwiebel werden ebenfalls fein geschnitten und nur kurz blanchiert. Dadurch bleiben sie bissfest und bringen Farbe sowie Struktur in die Sülze.

Für den eigentlichen Aspik erwärmst du kräftige Fleischbrühe und löst darin eingeweichte Gelatine auf. Etwas Weißweinessig sorgt für die typische frische Säure. Anschließend kommt zunächst eine dünne Schicht der Brühe in die Terrinenform. Nach kurzem Gelieren kannst du Petersilie darauf verteilen und danach Fleisch, Gemüse, Gewürzgurken und Kapern einschichten.

Nun braucht die Sülze vor allem eines: Zeit im Kühlschrank. Mindestens acht Stunden sollte sie fest werden; besonders praktisch ist deshalb die Zubereitung am Vortag.

Kurz vor dem Servieren bereitest du eine Vinaigrette aus Schalotte, frischen Kräutern, Weißweinessig, Rapsöl und steirischem Kürbiskernöl zu. Genau dieses Öl gibt der Tafelspitzsülze ihre besonders österreichisch-steirische Note.

So entsteht aus übrig gebliebenem Tafelspitz ein Gericht, das mit Resteküche im langweiligen Sinn überhaupt nichts zu tun hat.

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Sülze vom Tafelspitz mit Kürbiskernöl

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Zubereitungszeit 30 Min. Garzeit 10 Min. Ruhezeit 8 Std Gesamtzeit 8 Stunden 40 Min.
Schwierigkeit: Anfänger Portionen: 6 Kalorien: 310 Beste Saison: Ganzjährig geeignet

Zutaten für ca. 6 Portion

Cooking Mode Disabled

Für die Tafelspitzsülze

Für die Kürbiskernöl-Vinaigrette

Zubereitung

  1. Tafelspitz schneiden

    Schneide 400 g bereits gekochten und vollständig ausgekühlten Tafelspitz in kleine, etwa 1 cm große Würfel.

    Stelle das Fleisch anschließend kurz beiseite.

  2. Gemüse vorbereiten

    Wasche Lauch und Staudensellerie. Schäle die Karotte und die Zwiebel.

    Schneide das gesamte Gemüse in kleine, möglichst gleichmäßige Würfel.

  3. Gemüse blanchieren

    Bringe einen Topf mit leicht gesalzenem Wasser zum Kochen.

    Gib das Gemüse hinein und blanchiere es etwa 1–2 Minuten.

    Gieße es anschließend ab, schrecke es kurz mit kaltem Wasser ab und lass es sehr gut abtropfen.

  4. Gelatine einweichen

    Lege 8 Gelatineblätter für etwa 5 Minuten in eine Schüssel mit kaltem Wasser.

    Die Blätter sollten vollständig mit Wasser bedeckt sein.

    Bitte die Packungsangabe beachten
  5. Fleischbrühe würzen

    Erwärme 600 ml Fleischbrühe in einem Topf.

    Sie soll heiß werden, aber nicht stark kochen.

    Rühre 3 EL Weißweinessig ein und schmecke die Brühe kräftig mit Salz und Pfeffer ab.

  6. Gelatine auflösen

    Drücke die eingeweichte Gelatine vorsichtig aus.

    Gib sie in die heiße, nicht mehr kochende Brühe und rühre, bis sie sich vollständig aufgelöst hat.

  7. Ersten Sülzenspiegel herstellen

    Gieße eine etwa 5 mm hohe Schicht der Gelatinebrühe in eine Terrinenform.

    Stelle die Form etwa 15–20 Minuten in den Kühlschrank, bis die Oberfläche zu gelieren beginnt.

  8. Petersilie einlegen

    erteile einige Petersilienblätter dekorativ auf der leicht gelierten ersten Schicht.

    So sind sie später nach dem Stürzen gut sichtbar.

  9. Einlage mischen

    Hacke die Gewürzgurken fein.

    Vermische Tafelspitz, blanchiertes Gemüse, Gewürzgurken und Kapern vorsichtig miteinander.

  10. Terrinenform füllen

    Verteile die Fleisch-Gemüse-Mischung gleichmäßig in der Form.

    Drücke sie nur leicht an.

  11. Mit Brühe auffüllen

    Gieße die restliche Gelatinebrühe langsam darüber, bis die Einlage weitgehend bedeckt ist.

    Klopfe die Form vorsichtig auf die Arbeitsfläche, damit eingeschlossene Luftblasen aufsteigen können.

  12. Sülze kalt stellen

    Decke die Form ab und stelle sie mindestens 8 Stunden in den Kühlschrank.

    Noch besser kannst du sie über Nacht fest werden lassen.

  13. Vinaigrette vorbereiten

    Schäle die Schalotte und schneide sie sehr fein.

    Wasche die Kräuter, trockne sie und hacke sie fein.

  14. Kürbiskernöl-Vinaigrette anrühren

    Verrühre 5 EL Weißweinessig mit Salz, Pfeffer und einer kleinen Prise Zucker.

    Rühre anschließend 2 EL Rapsöl und 4 EL Kürbiskernöl ein.

    Gib Schalotte und Kräuter dazu.

  15. Sülze stürzen

    Tauche die Terrinenform nur wenige Sekunden in heißes Wasser.

    Fahre gegebenenfalls vorsichtig mit einem dünnen Messer am Rand entlang.

    Stürze die Sülze anschließend auf eine Servierplatte.

  16. Servieren

    Schneide die Tafelspitzsülze mit einem scharfen Messer in Scheiben.

    Gib die Kürbiskernöl-Vinaigrette erst unmittelbar vor dem Servieren darüber oder serviere sie separat dazu.

Nährwertangaben

310kcal
Calories
23g
Protein
9g
Carbs
20g
Fat
2g
Fiber

Nährwertangaben

Portionen: 6 PortionKalorien:310kcalFett insgesamt:20gGesamte Kohlenhydrate:9gBallaststoffe: 2gEiweiß:23g

Anmerkung

Tipps für eine gute Tafelspitzsülze

  • Verwende vollständig ausgekühlten Tafelspitz.
  • Schneide Fleisch und Gemüse ungefähr gleich groß.
  • Blanchiere das Gemüse nur kurz, damit es Biss behält.
  • Gelatine niemals längere Zeit kräftig kochen.
  • Würze die Brühe etwas kräftiger, da kalte Speisen geschmacklich häufig milder wirken.
  • Lass die Sülze wirklich vollständig durchkühlen.
  • Bereite sie am besten am Vortag zu.
  • Tauche die Form zum Stürzen nur kurz in heißes Wasser.
  • Gib die Kürbiskernöl-Vinaigrette erst beim Servieren dazu.
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RezeptHeft-Tipp

Schmecke die Fleischbrühe vor dem Gelieren bewusst etwas kräftiger ab, als du es bei einer heißen Suppe tun würdest.

Die Sülze wird später kalt gegessen. Bei niedriger Temperatur nehmen wir Aromen etwas anders wahr.

Sie sollte deshalb bereits vor dem Einfüllen eine deutliche Würze und angenehme Säure besitzen.

RezeptHeft-FunFact

Wusstest du?

Sülzen waren früher nicht nur eine Möglichkeit, Fleisch hübsch anzurichten. Die gelierte Brühe umschließt die Einlage und gab solchen kalten Fleischgerichten ihre charakteristische kompakte Form.

Heute wird Sülze häufig als klassische kalte Vorspeise beziehungsweise Jause serviert.

RezeptHeft-Wissen

Was ist der Unterschied zwischen Sülze und Aspik?

Die Begriffe werden im Küchenalltag teilweise ähnlich verwendet.

Aspik bezeichnet vor allem die gelierte, klare beziehungsweise gewürzte Flüssigkeit, in der Fleisch, Fisch, Gemüse oder andere Zutaten eingeschlossen werden können.

Als Sülze bezeichnet man typischerweise das fertige Gericht aus einer solchen gelierten Flüssigkeit samt Einlage.

Rezeptkarte von WP Delicious

FAQ

Alle aufklappen:

Kann man Tafelspitzreste für Sülze verwenden?

Ja – genau dafür eignet sich dieses Rezept hervorragend.

Das bestehende Rezept beschreibt die Sülze bereits ausdrücklich als Resteverwertung für übrig gebliebenes Fleisch.

Wichtig ist allerdings: Das gekochte Fleisch sollte nach der ursprünglichen Mahlzeit rasch gekühlt und durchgehend im Kühlschrank gelagert worden sein.

Wenn du Reste verwendest, zählt deren bisherige Lagerzeit natürlich bereits mit. Die fertige Sülze würde ich deshalb nicht noch mehrere Tage auf Vorrat aufbewahren.

Wie lange muss Sülze kalt stehen?

Für eine schöne schnittfeste Konsistenz würde ich mindestens acht Stunden einplanen.

mindestens 8 Stunden → idealerweise über Nacht.

Wie bekommt man Sülze aus der Form?

Der einfachste Trick:

  1. Eine Schüssel oder das Spülbecken mit heißem Wasser füllen.
  2. Die Terrinenform wenige Sekunden hineinhalten.
  3. Herausnehmen und trockenwischen.
  4. Servierplatte auflegen.
  5. Beides gemeinsam umdrehen.

Durch die kurze Wärme löst sich die äußerste Gelatineschicht leicht von der Form.

Nicht zu lange ins heiße Wasser halten, sonst beginnt die Sülze außen zu schmelzen.

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