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Kräuter und Gewürze

Liebstöckel (Levisticum officinale)

Liebstöckel (Levisticum officinale)

Sein kräftig-würziges Aroma erinnert an die berühmte Maggi Würzsauce. Deshalb ist Liebstöckel auch unter dem Namen Maggikraut bekannt. Liebstöckel ist eines der beliebtesten Gewürze der europäischen Küche. Es verfeinert vor allem Fleischgerichte, Suppen und Eintöpfe. Auch roh kann man das Küchenkraut mit seinem unvergleichlichen Aroma Würze in Salate und Pestos bringen.

Wie sieht Liebstöckel aus und wie riecht er?

Die Herkunft von Liebstöckel wird aus Vorderasien vermutet. Heute findet man die Pflanze vor allem in vielen Gärten. Ihre dunkelgrünen Blätter sind stark gezackt und eingeschnitten. Auf den ersten Blick erinnert Liebstöckel an glatte Petersilie bzw. an Koriander. Wenn man die Blätter zwischen den Fingern zerreibt, riechen sie lecker nach Sellerie.

Wie schmeckt Liebstöckel?

Der Liebstöckel Geschmack ist würzig-süß mit leicht bitteren Noten. Viele müssen bei seinem Aroma auch an die bekannte Maggi-Würze denken. In Frankreich wird Liebstöckel als falscher Sellerie bezeichnet, da er aufgrund seiner ätherischen Öle stark an diesen erinnert.

Ist Maggikraut und Liebstöckel das Gleiche?

Maggikraut und Liebstöckel sind ein und dieselbe Pflanze. Den Namen Maggikraut bekam Liebstöckel, da sein Aroma stark an die berühmte Würzsoße erinnert und dass, obwohl die Soße keinen Liebstöckel enthält.

Gibt es eine Alternative zu Liebstöckel?

Wer gerade keinen Liebstöckel im Haus hat, kann für Suppen Petersilie und Majoran verwenden. Ebenfalls ein Ersatz für Liebstöckel sind die Blätter vom Sellerie, die einfach 1:1 ausgetauscht werden können.

Kann man frischen Liebstöckel haltbar machen?

Wer die frischen Blätter haltbar machen möchte, kann Liebstöckel trocknen oder einfrieren. Dazu sollten die frischen, jungen Blätter vor der Blüte geerntet werden, da sie zu dem Zeitpunkt am meisten Aroma enthalten.

Um Liebstöckel zu trocknen, kann man ihn entweder in den Backofen bei niedrigster Stufe und geöffneter Ofentür geben, in den Dörrofen bei ca. 40 °C oder ihn zum Strauß binden und an der Luft trocknen lassen. Sobald die Blätter rascheln, sind sie fertig und sollten licht- und luftdicht verschlossen werden. So aufbewahrt ist getrockneter Liebstöckel mehrere Monate haltbar.

Liebstöckel einfrieren funktioniert genauso einfach. Dazu die Blätter im ganzen oder kleingehackt portionsweise einfrieren. Liebstöckel kann auch mit den Blättern am Stiel einfroren werden. Liebstöckel hält sich im Gefrierschrank bis zu einem Jahr.

ist Liebstöckel gesund?

Die Samen, Blätter sowie Wurzeln des Liebstöckels sind wegen ihrer Heilwirkung sehr beliebt. Im 16 Jh. wurde er als Aphrodisiakum verwendet, woher sein deutscher Name „Stöckel der Liebe“ stammt. Heute wird Liebstöckel eher aufgrund seiner positiven Wirkung bei Blasenentzündungen und Harnwegsinfekten angewendet. Besonders die Liebstöckelwurzel soll eine harntreibende, krampflösende und antimikrobielle Wirkung haben. Die Blätter sollen hingegen bei Magen-Darm-Beschwerden wie Verstopfungen und Appetitlosigkeit helfen.

Bei empfindlichen Menschen kann Liebstöckel Nebenwirkungen haben, wie z.B. eine Reizung der Niere oder eine erhöhte Lichtempfindlichkeit. Auch Schwangere sollten auf Liebstöckel verzichten, da er durchblutungsfördernd und entkrampfend wirken soll.

Wie kann Liebstöckel verwendet werden?

Die Verwendung von Liebstöckel ist sehr vielfältig. Das kräftige Aroma von Liebstöckel schmeckt besonders gut in Eintöpfen, Suppen, zu Fleisch, Fisch und Gemüse. Ihr könnt Liebstöckel mit oder ohne Stiel verwenden, da sich in den gesamten Pflanzenteilen die ätherischen Öle befinden.

Liebstöckel sollte beim Kochen immer erst am Ende der Garzeit ins Essen gegeben werden, da er durch zu viel Hitze sein Aroma verliert. Aufgrund seines kräftigen Geschmacks sollte das Liebstöckel Gewürz eher sparsam eingesetzt werden – lieber nachwürzen. Ob Ihr Liebstöckel frisch oder getrocknet verwendet, bleibt Euch überlassen, da es geschmacklich kaum einen Unterschied macht.

Kann man Liebstöckel auch roh essen?

Liebstöckel kann man roh essen – sowohl die Blätter als auch die Liebstöckel Stiele. Denn in allen Teilen der Pflanze sind die ätherischen Öle enthalten, die für den typischen Geschmack sorgen. Besonders lecker schmecken die frischen Blätter und klein geschnittenen Stiele über Salat gestreut.




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Pfeffer (Piper nigrum)

Pfeffer (Piper nigrum)




Warum sind manche Pfeffersorten so teuer?

Pfeffer ist nicht gleich Pfeffer, das fällt spätestens beim Blick auf den Preis auf. Die unterschiedlichen Preise erklären sich durch die Qualität der Körner, sowie nach Aufwand im Anbau und der Ernte. Einige Pfeffersorten wie der Tellicherry werden nämlich noch mit der Hand verlesen. Wie gut die Qualität des Pfeffers ist, verraten Euch Aussehen und Geruch. Kauft daher am besten immer ganze Körner, denn so könnt Ihr erkennen, ob sie eine schöne, satte Farbe haben und wie sie duften, wenn Ihr sie frisch mahlt.
Und welcher Pfeffer ist der teuerste? Der Andaliman Pfeffer aus Sumatra ist einer der teuersten Pfeffer der Welt. Denn die Pflanzen lassen sich nicht kultivieren, wodurch er nur vereinzelt wächst und die Ernte sehr mühselig ist.

Warum ist Pfeffer gesund?

Dass Pfeffer nicht nur für eine angenehme Schärfe im Essen sorgt, sondern auch gesund ist, liegt u.a. am Piperingehalt. Dieser Stoff regt den Speichelfluss an und erzeugt über das Schmerzempfinden Wärme im Körper. Daher kann Schwarzer Pfeffer auch beim Abnehmen helfen. Denn durch die verbesserte Durchblutung kommt der Darm in Schwung, weshalb die Nahrung besser verwertet werden kann. Zudem wird Pfeffer eine Heilwirkung nachgesagt. Bei Halsschmerzen soll man drei Pfefferkörner kauen. Die Inhaltsstoffe Piperin sowie Caryophyllene im Pfeffer wirken antibakteriell und entzündungshemmend im Rachen. Übrigens: Pfeffer macht auch glücklich. Durch die Schärfe reagiert der Körper mit der Produktion von Endorphinen, um die Hitze bzw. den Schmerz im Körper zu unterdrücken. Doch wieviel Pfeffer ist gesund? Die empfohlene Tagesdosis liegt bei etwa 10 – 20 Milligramm Piperin. Denn zu viel Pfeffer kann auch ungesund sein.

Was gibt es für Pfeffersorten?

Die verschiedenen Pfeffersorten – schwarzer, roter, grüner und weißer Pfeffer – stammen alle von derselben Pflanze. Die unterschiedlichen Farben und Schärfegrade kommen von den verschiedenen Erntezeitpunkten und Verarbeitungsmethoden. Schwarzer Pfeffer: Die noch grünen Früchte werden unreif geerntet und an der Sonne getrocknet. Nach dem Pflücken beginnen sie sofort zu fermentieren und bekommen dadurch ihre dunkle Farbe. Durch das Trocknen wird die Oberfläche leicht runzelig. Geschmack: Schmeckt feurig scharf und hat ein intensives, pfeffriges Aroma. Verwendung: Ideal für alle Gemüse-, Fleisch- und Fischgerichte Grüner Pfeffer: Wie bei schwarzem Pfeffer werden die Früchte grün und unreif gepflückt. Damit sie ihre grüne Farbe behalten und nicht fermentieren, werden sie sofort nach der Ernte in Salzlake eingelegt oder gefriergetrocknet. Geschmack: Ist weniger scharf als schwarzer Pfeffer und schmeckt herrlich frisch. Verwendung: Prima für Soßen, gegrilltes Fleisch oder raffinierte Desserts. Weißer Pfeffer: Erst wenn die Früchte leuchtend rot und voll ausgereift sind, wird geerntet. Danach werden die Beeren 2 Wochen in Wasser eingeweicht, bis sich die rote Hülle vom Samenkern löst. Beim Trocknen in der Sonne bekommen die Pfefferkörner ihre schöne, helle Farbe. Geschmack: Ist die Schärfste aller Pfeffersorten, deshalb vorsichtig dosieren. Verwendung: Wegen der hellen Farbe ist er perfekt für helle Soßen, Suppen, Fisch und Geflügel.

Roter Pfeffer: Die Früchte werden bei voller Reife gepflückt. Zu diesem Zeitpunkt haben die roten Beeren den höchsten Zuckergehalt und das meiste Aroma. Direkt nach der Ernte werden sie in Salzlake eingelegt oder gefriergetrocknet. Geschmack: Schmeckt wunderbar aromatisch mit einer exotisch süßen Note. Verwendung: Ideal zum Verfeinern von Steaks und gegrilltem Fisch.

Welcher Pfeffer ist der Schärfste?

Um diese Frage zu klären, muss erst eine andere beantwortet werden, nämlich die: Warum ist Pfeffer scharf? Das liegt an dem Inhaltsstoff Piperin. Er erzeugt Hitze auf der Zunge und im Körper. Doch wie scharf Pfeffer ist, ist nicht so eindeutig klassifiziert wie bei Chilis. Denn bei Paprikapflanzen wird die Schärfe anhand der Scoville-Skala angezeigt, in der der Capsaicin Anteil in den getrockneten Früchten gemessen wird. Da beim Pfeffer der Anteil des ätherischen Öls bzw. Piperins ausschlaggebend für die Schärfe ist, hat Pfeffer auch keine Scoville Klassifizierungen länger Pfeffer am Strauch hängt, desto schärfer ist er. Daher ist Grüner Pfeffer milder als der Schwarze Pfeffer. Der Weiße Pfeffer gilt als die schärfste Pfeffersorte. Das liegt daran, dass bei ihm die Fruchtschale entfernt wurde, wodurch ihm das leicht fruchtige Aroma fehlt. Langpfeffer ist übrigens die schärfste Pfefferart. Er hat zudem ein leicht süß-schokoladiges Aroma.


Was ist Rosa Pfeffer?

Rosa Pfeffer sieht aus wie Pfeffer, ist aber keiner und schmeckt auch nicht scharf. Geschmacklich erinnern die getrockneten roten Früchte des Brasilianischen Pfefferbaums an Wacholderbeeren. Ideal zum Würzen von Fisch, Geflügel, Wild oder auch zum Verfeinern von Schokoladendesserts.

Was ist fermentierter Pfeffer?

Fermentierter Pfeffer ist Pfeffer, der direkt nach der Ernte mit Meersalz fermentiert wurde. Durch einen aufwendigen Trocknungsprozess wird dem Pfeffer Feuchtigkeit entzogen und was übrig bleibt, sind die ätherischen Öle, die für einen besonders intensiven Geschmack und eine knackige Konsistenz sorgen. Der fermentierte Kampot Pfeffer gilt als einer der besten Pfeffersorten der Welt.

Warum ist Cayennepfeffer kein Pfeffer?

Obwohl das Wort Pfeffer enthalten ist, ist Cayennepfeffer kein Pfeffer, da es sich bei dem Gewürz um feingemahlene Chilischoten handelt. Wer sein Essen also noch einen Tick schärfer mag, kann statt Pfeffer einfach Cayennepfeffer verwenden.

Beliebte Pfeffersorten:

Szechuan Pfeffer: Das Zitrus-Aroma wird mit einem scharf-prickelnden Geschmack abgerundet
Kampot Pfeffer: Seine zarte Eukalyptusnote ist gepaart mit einer angenehmen Pfefferschärfe
Langer Pfeffer: Schmeckt süß-schokoladig und ist schärfer als Schwarzer Pfeffer
Zitronenpfeffer: Eine feinabgeschmeckte Pfeffermischung mit einer frischen Zitrus-Note
Tasmanischer Pfeffer: Schmeckt leicht süßlich mit einer beißenden prickelnden Schärfe
Tellicherry Pfeffer: Schmeckt harzig und leicht nussig mit einer kräftigen Schärfe
Kubebenpfeffer: Der Geschmack erinnert an Eukalyptus, der gepaart ist mit einer pfeffrig-herben Noten
Malabar Pfeffer: Eine scharfe, aber auch sehr aromatische Pfeffersorte
Cayennepfeffer: Die feingemahlen Chilis sind eines der schärfsten Gewürze der Welt

Wie wird Pfeffer verwendet?

Frisch aus der Mühle oder dem Mörser schmecken die Pfefferkörner am aromatischsten. Wenn der gemahlene Pfeffer Steak, Fisch, Soßen und Co. sein scharfes Aroma verleihen soll, gebt ihn am besten erst nach dem Garvorgang zum Essen. Pfeffer wird bei zu hohen Temperaturen bitter und verbrennt im schlimmsten Fall. Ganze Pfefferkörner können hingegen beim gesamten Garvorgang im Essen bleiben. Falls Ihr sie im Anschluss nicht mitessen möchtet, füllt sie in einen Teebeutel oder Gewürzsack, so lassen sie sich schneller wieder entfernen.

Was neutralisiert Pfeffer?

Wer aus Versehen zuviel Pfeffer ins Gericht gegeben hat, muss nicht direkt in Panik geraten. Denn es gibt einige Tricks, mit denen Ihr Pfeffer neutralisieren könnt. Das Beste, was Ihr bei zu viel Pfeffer im Essen tun könnt, ist das Gericht mit Brühe oder Milchprodukten zu strecken. Wenn Ihr z.B. zuviel Pfeffer in der Cremesuppe habt, könnt Ihr noch etwas Sahne, Butter oder Milch hinzugeben. Habt Ihr eine klare Suppe gekocht, könnt Ihr sie mit Fonds aufgießen, einen Schuss Weißweinessig hineingeben oder eine Kartoffel mitkochen – das hilft übrigens auch bei zu viel Salz. Das Gleiche gilt auch für Soßen, die zu pfeffrig geworden sind. Wenn Ihr auf Nummer sichergehen möchtet, reicht Ihr zum Essen noch eine Scheibe Brot, denn die beruhigt die Geschmacksknospen.

Alternative zu Pfeffer

Wer seinem Essen Schärfe hinzufügen möchte, kann statt Pfeffer Chilis oder Cayennepfeffer verwenden. Und statt dem Standard echtem Pfeffer in grün, schwarz, weiß und rot, können auch Alternativen wie Tasmanischer Pfeffer, Malabar Pfeffer oder Timut Pfeffer genommen werden. Sie sorgen zudem mit Aromen von Eukalyptus, Zitronen oder Nüssen für ein besonderes Geschmackserlebnis

Colorful pasta salad on a white plate with olives, broccoli, tomatoes, corn, and a creamy dressing.
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Basilikum (Ocimum basilicum)

Basilikum

Tomate-Mozzarella, Pizza Margherita oder Pesto alla Genovese – nur ein paar leckere Gerichte mit den Geschmack von Basilikum? Basilikum ist besonders in der italienischen Küche beliebt und wird dort gerne in den unterschiedlichsten Speisen verwendet. Sein frischer, leicht bitterer Geschmack harmoniert gut in Gerichten, die Tomaten, Paprika oder Knoblauch enthalten. Basilikum wird meist kombiniert mit Kräuter wie Majoran, Oregano und Thymian zu finden.

Wie schmeckt Basilikum?

Basilikum ist der Liebling der italienischen Küche. Sein Geschmack ist kräftig, sein Aroma frisch, leicht bitter und leicht pikanten Geschmacksnoten.

Gibt es eine Basilikum-Alternative?

Wer gerade kein frisches Basilikum zur Hand hat, kann getrocknete Basilikumblätter oder gefrorenen Basilikum verwenden. Der eigentliche Geschmack von Basilikum kann nicht ersetzt werden. Wer seinem Essen trotzdem ein paar mediterrane touch cuisine verleihen möchte, verwendet dazu Oregano und Thymian.

Was ist der Unterschied zwischen Basilikum und Thai Basilikum?

Es gibt viele verschiedene Basilikum-Sorten, wie den italienischen, britischen oder Thai-Basilikum. Sie alle unterscheiden sich im Geschmack. So hat das italienische Basilikum würzig- frische Aromen, die wunderbar perfekt in Tomatensoßen, auf Pizza oder in Salaten schmecken. Thai Basilikum erinnert geschmacklich hingegen je nach Art an Anis, Zitrone oder Piment. In der Thai-Küche werden die Blätter als Würze in Suppen und Curries verwendet.

Ist Basilikum gesund?

Die Frage ist schnell mit ja beantwortet, wenn man einen Blick auf die Basilikum- Inhaltsstoffe wirft: Vitamin K, Kalzium, Eisen und Betacarotin. Das enthaltene ätherische Öl wirkt zudem antibakteriell und schleimlösend. Basilikum soll auch gut für die Haare sein. Er soll das Haarwachstum unterstützen, indem es die Haarwurzeln mit Nährstoffen versorgt.

Wer unter Magenbeschwerden, Unruhe und Schlafstörungen leidet, kann sich einen Basilikum-Tee aufbrühen. Dazu 1 EL Basilikumblätter mit 150 ml kochendem Wasser überbrühen und 10 Minuten ziehen lassen. Der Basilikum Tee bewirkt, dass sich der Körper wieder beruhigt.

Wie sollte man Basilikum pflücken?

Wer seine Basilikumpflanze länger als ein paar Tage behalten möchte, muss Basilikum richtig ernten. Die Blätter immer mit einer Schere oder einem scharfen Messer mitsamt Stängel knapp über dem Blattansatz abtrennen. Nicht pflücken! Bei der Wahl der Blätter sollten die größeren von den oberen Trieben genommen werde. So können sich neue Triebe bilden.

Basilikum sollte zudem regelmäßig geerntet werden, da dies die Blüte verhindert. Denn Basilikum gehört zu den einjährigen Pflanzen, wenn Basilikum blüht, stellt er sein Wachstum ein und stirbt ab. Außerdem wird Basilikum dadurch bitter und verliert an Aroma.

Tipp für alle Hobby-Gärtner: Basilikum aus dem Supermarkt oder Gartencenter sollte direkt umgetopft werden. Denn nur wenn Basilikum genug Erde und Platz hat, um Wurzeln zu bilden, lebt er länger als ein paar Wochen. Ausreichend gießen, Basilikum braucht viel Wasser.

Kann zuviel Basilikum schädlich sein?

In der Regel ist Basilikum gesund. Doch oft liest man, dass Basilikum krebserregend sein könnte. Das liegt am enthaltenen Stoff Estragol. Dieser steht im Verdacht, krebserregend zu sein, deshalb sollte Basilikum nicht täglich und nicht in zu großen Mengen gegessen werden. Doch deshalb muss man das Kraut nicht ganz aus der Küche verbannen, denn Basilikum hat auch viele positive Wirkungen.

Was würze ich mit Basilikum?

Das Schöne an diesem Gewürz ist, dass es sowohl in kalten, als auch in warmen Speisen schmeckt. Die Verwendung von Basilikum kennt fast keine Grenzen in der mediterranen Küche. Deshalb gibt es unzählige Basilikum-Rezepte. Eines unserer Lieblings-Rezepte mit Basilikum ist der Klassiker schlechthin: Pesto alla Genovese.

Basilikum Pesto Rezept:

25 g Pinienkerne
125 g Olivenöl
50 g Basilikum
80 g Parmesan
2 Stk. Knoblauchzehen
1Prise Meersalz und Pfeffer

Pinienkerne in der Pfanne ohne Öl anrösten. In der Zwischenzeit restliche Zutaten in einen Mixer geben und pürieren. Dann die abgekühlten Pinienkerne hinzugeben und weiter mixen. Pesto mit Meersalz und Pfeffer abschmecken.

Hier noch eine wichtige Info zur Verwendung von Basilikum: Basilikum soll man nicht kochen da die Blätter sehr empfindlich sind und durch Hitze ihr Aroma verlieren. Basilikum – ob frisch oder getrocknet – sollte deshalb immer erst nach dem Kochen und Braten zum Gericht hinzugefügt werden.

Wie kann man Basilikum haltbar machen?

Basilikum lässt sich trocknen oder einfrieren. Wer Basilikum einfrieren möchte, erhält durch diese Methode die wertvollen Inhaltsstoffe des Basilikums. Dazu die sauberen und trockenen Blätter in Gefrierbeutel geben und portionsweise einfrieren.

Basilikum kann alternativ getrocknet werden, indem es als Strauß zusammengebunden und an einen warmen, trockenen und gut gelüfteten Ort gehängt wird. Ist das Basilikum trocken, lassen sich die Blätter leicht zwischen den Fingern zerbröseln. Getrocknete Basilikumblätter sollten luft- und lichtdicht verschlossen werden, damit sie möglichst lange ihr Aroma behalten.

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Bärlauch (Allium ursinum)

Wie sieht die Bärlauchpflanze aus?

Wer sich nicht so gut in der Botanik auskennt, aber Bärlauch gerne selber sammeln möchte, sollte genau hinschauen. Denn Bärlauch kann mit seinen giftigen Doppelgängern wie Maiglöckchen oder Herbstzeitlosen verwechselt werden! Der Verzehr der Blätter kann sogar tödlich ausgehen. Bärlauch erkennt man an seinen dunkelgrünen Blättern mit einer mattgrünen Blattunterseite. Er hat meist zwei bis vier Blätter, die einzeln am Stiel aus der Zwiebel herauswachsen. Die Blätter der Herbstzeitlosen hingegen haben gar keine Stängel und die Blätter des Maiglöckchens wachsen paarweise. Auch die Blüte des Bärlauchs lässt sich leicht erkennen, sie ist eine weiße halbkugelige Dolde. Daher sollte Bärlauch am besten erst gepflückt werden, wenn dieser anfängt zu blühen, was meist ab Mai der Fall ist.

Bärlauch selber ernten

Bärlauch wächst meist in Mischwäldern, wo es schön schattig ist. Geschützt unter den Kronen der Bäume, bedeckt er meist große Flächen des Bodens. Habt Ihr ihn im Wald entdeckt und das Aussehen der Pflanzen geprüft, ob es sich auch wirklich um den ungiftigen Bärlauch handelt, könnt Ihr als letzten Test die Blätter zwischen den Fingern reiben. Habt Ihr ein Knoblauch-Aroma in der Nase, handelt es sich um Bärlauch. Pflückt aber immer nur jeweils ein Blatt der Pflanze, da so die Bestände des Bärlauchs geschont werden.

Bis wann darf Bärlauch gepflückt werden? Er sollte nur so lange geerntet werden, wie er blüht. Denn zum einen könnt Ihr Bärlauch am sichersten an seiner Blüte von den giftigen Doppelgängern unterscheiden und zum anderen werden die Blätter nach der Blüte langsam faserig und verlieren an Geschmack.

Ist Bärlauch giftig?

Nein Bärlauch ist nicht giftig. Auf die giftigen Doppelgänger sollte man acht geben, wenn man die Pflanze selber sammelt.

Warum ist Bärlauch so gesund?

Bärlauch ist schon lange als Heilpflanze bekannt. Eine Legende besagt, dass die Kelten ihr den Namen gaben, als sie beobachteten, dass Bären nach ihrem Winterschlaf als erstes die Blätter vom Bärlauch aßen. Das Frühlingskraut ist reich an Vitaminen, Mineralien und Spurenelementen. So enthält Bärlauch drei Mal so viel Vitamin C wie Orangen, dadurch unterstützt Bärlauch das Immunsystem. Neben den vielen Vitaminen im Bärlauch kann auch der hohe Schwefelgehalt gesundheitsfördernd sein. Er wirkt entgiftend und entzündungshemmend. Außerdem soll Bärlauch gegen Bluthochdruck helfen.

Welche Teile vom Bärlauch sind essbar?

Von der Knolle bis zu Knospe – Bärlauch kann komplett gegessen werden. Die Knospen des Bärlauchs können wie Kapern eingelegt oder auf Salat gestreut werden. Am häufigsten werden jedoch die Blätter verwendet. Obwohl man die Bärlauch-Stiele mitessen kann, sollten sie bei frisch gehackten Blättern, die übers Essen gestreut werden, vorher entfernt werden. Bei Pesto oder in Cremesuppen können sie hingegen mit verwendet werden..

Wie schmeckt Bärlauch?

Knoblauch oder Bärlauch? Allein vom Geruch her können wir die beiden kaum unterscheiden. Auch geschmacklich sind sie sich ähnlich, jedoch ist Bärlauch dezenter und nicht ganz so scharf wie Knoblauch. Bärlauch schmeckt wunderbar frisch und aromatisch.

Gibt es eine Bärlauch Alternative?

Das Wildkraut stammt aus der Familie der Lauchgewächse genauso wie Zwiebeln, Schnittlauch und Knoblauch. Dadurch ist Knoblauch ein guter Bärlauch-Ersatz. Knoblauch ist zwar etwas kräftiger im Aroma, aber kann als Alternative genauso verwendet werden, wie Bärlauch.

Tipp: Wenn Ihr Euch zwischen Knoblauch und Bärlauch wählen sollt und Ihr am nächsten Tag ein Date oder Meeting habt, solltet ihr euch für Bärlauch entscheiden, denn von Bärlauch bekommt man keinen Mundgeruch.

Wie kann man Bärlauch verarbeiten?

Bärlauch-Pesto Bärlauch mit Spargel, Bärlauch-Butter, Bärlauch-Suppe, Bärlauch-Salz, Nudeln mit Bärlauch, Bärlauch-Risotto – Gerichte, Es gibt unzählige leckere Bärlauch Rezepte in der Frühlingsküche. Ob warm oder kalt, Bärlauch lässt sich vielfältig zubereiten. Sollte Bärlauch mitgekocht werden, am besten erst zum Ende der Garzeit ins Essen geben, da der Bärlauch sonst zu viel seines Aromas verliert.

Da Bärlauch bereits einen sehr intensiven Geschmack hat, benötigt er eigentlich keine weiteren Gewürze an seiner Seite. Petersilie, Schnittlauch oder auch Basilikum harmonieren aber dennoch sehr gut mit ihm.

Unser Lieblings-Rezept mit Bärlauch:

Bärlauch Pesto Rezept

200 g Bärlauch
75 g Pinienkerne
70 g Parmesan
50 ml Olivenöl
1 TL Salz
Pfeffer nach Geschmack

Pinienkerne ohne Fett bei geringer Hitze in der Pfanne anrösten. Währenddessen Bärlauch waschen und zusammen mit den restlichen Zutaten in eine Schüssel geben und schrittweise mit dem Stabmixer pürieren. Dann die leicht abgekühlten Nüsse hinzugeben und alles zu einem cremigen Pesto mixen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Wer sein Pesto auf Vorrat möchte, füllt es in saubere Schraubgläser. Luftdicht verschlossen ist es etwa 1 Monat im Kühlschrank haltbar.

Kann man Bärlauch haltbar machen?

Man kann den Bärlauch einfach konservieren, indem man ihn haltbar macht. Denn frischer Bärlauch hält sich leider meist nur ein bis zwei Tage. Man kann Bärlauch einfrieren. Dazu entweder die ganzen, oder fein gehackten Blätter portionsweise in Gefrierbeutel luftdicht verpacken. Bitte darauf achten, dass die Blätter trocken und sauber sind. Man kann den Bärlauch auch trocknen. Dazu den Bärlauch in kleine Bündel zusammenbinden und an einen gut gelüfteten und trockenen Ort hängen. Wenn Ihr die Blätter zwischen den Fingern zerreiben könnt, sind sie gut getrocknet. Die getrockneten Blätter in eine licht- und luftdichte verschließbare Dose füllen.

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Asant (Ferula asafoetida)

Asant, oder auch Asafoetida genannt, ist ein Harz, das aus dem Wurzelstock der gleichnamigen Pflanze gewonnen wird. Der Duft des Harzes wird als sehr intensiv beschrieben, was ihm auch die Beinamen Teufelsdreck und Stinkasant einbrachte. Doch beim Kochen verfliegt der Duft und verwandelt sich in ein angenehmes Knoblauch-Aroma. Das Gewürz ist daher eine gute Alternative für Menschen, die zwar den Geschmack von Zwiebeln und Knoblauch lieben, diese aber nicht so gut vertragen.

Asant hat eine lange Tradition in der iranischen, afghanischen und pakistanischen Küche. Vor allem kennt man Asant aber als indisches Gewürz. Es wird dort zum Verfeinern von Fleisch- und Gemüseeintöpfen wie Kormas oder auch Chutneys verwendet.

Wie schmeckt Asant?

Das Gewürz Asant ist sehr intensiv und riecht stark nach Knoblauch. Beim Kochen verfliegt jedoch der strenge Geruch. Zurück bleibt ein angenehmer Knoblauch-Geschmack, der zudem scharf ist.

Tipp: Asant ist ein sehr intensives Gewürz und sollte daher besonders sparsam in Verbindung mit Knoblauch und Zwiebeln verwendet werden.

Gibt es eine Asant Alternative?

Asant ersetzen geht ganz einfach mit Knoblauch und Zwiebeln, da beide einen ähnlichen Geschmack haben. Auch Lauch kann als Alternative für Asant verwendet werden.

Wie gesund ist Asant?

Das Asant Gewürz und seine positiven Wirkungen sind schon lange bekannt. Die Arzneipflanze Teufelsdreck wurde bereits viele Jahrhunderte vor Christus für Ausräucherungen verwendet oder gegen Kopf- und Bauchschmerzen eingenommen.

Viele wertvolle Inhaltsstoffe sind dafür verantwortlich, dass Asant gesund sein soll, darunter ätherische Öle, Cumarin sowie Vanillin. Die Asant Eigenschaften reichen daher von krampflösend über schleimlösend bis hin zu Blutdruck senkend. Er soll zudem dafür sorgen, dass sich nicht zu viele Gase im Darm ansammeln können, weshalb Asant auch gern in Bohnengerichten verwendet wird.

Wie wird Asant verwendet?

Teilweise wird Asant als Harz verkauft. Dieses wird in kleinen Mengen an den Topfdeckel geklebt, sodass es sein Aroma während des Kochvorgangs entfalten kann. Um den Geschmack besser zu dosieren, wird Asant-Pulver verwendet. Da dieses sehr geschmacksintensiv ist, sollte die Asant eher sparsam dosiert werden.

Durch den scharf-bitteren Knoblauchgeschmack kann Asant in vielen Rezepten verwendet werden. In Indien wird das Gewürz meist in Fleisch- und Gemüseeintöpfe, in Saucen, zu Fisch oder in Chutneys gegeben. Wer nicht so gerne indisch isst, kann auch asiatische Teufelsdreck Rezept ausprobieren.

Tipp: Würzen mit Asant ist wunderbar vielfältig – nicht nur in asiatischen und indischen Gerichten. Denn das Gewürz kann überall dort verwendet werden, wo ein leichter Knoblauch- und Zwiebelgeschmack gewünscht ist. Besonders für empfindliche Mägen ist Asant eine schonende Zwiebel- und Knoblauch-Alternative.